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Gliederung & Aufbau der Bachelorarbeit | hilfreicher Leitfaden

Gliederung und Aufbau der Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Prolog zur Gliederung und Aufbau

Eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, insbesondere längere wissenschaftliche Arbeiten wie die Bachelorarbeit oder Masterarbeit, bedeutet vor allem, systematisch und nach einem Plan zu arbeiten. Einfach munter drauflos zu schreiben, wie es beim kreativen Schreiben üblich ist, endet hier eher im Chaos. Nach der Themenfindung und Materialauswertung nimmt der Schreibplan schon genauere Gestalt an.

Dennoch muss vor dem eigentlichen Schreiben festgelegt werden, wie das Thema aufgegliedert und einzelne Teilaspekte herausgearbeitet werden sollen. Es soll eine Arbeit entstehen, welche dem Leser einen klaren Fokus und Ergebnisse präsentieren kann, die keine Fragen offen lassen. Aus diesem Grund steht und fällt die Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Hausarbeit mit einer gelungenen und wohlüberlegten Gliederung.

Wissenschaftliche Arbeiten folgen einem universellen Aufbau und sind von vornherein schon durchstrukturiert durch die Eckpfeiler Einleitung – Hauptteil – Schluss. Allerdings ist das nur der Ausgangspunkt, denn gut gliedern will gelernt sein. Hier folgt nun, was es zu beachten gilt, welche verschiedenen Formen eine Gliederung annehmen kann und natürlich auch, was man unbedingt vermeiden sollte.

Gekonnt gliedern – aber wie? So machen Sie den perfekten Aufbau der Bachelorarbeit!

Eine gute Gliederung zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass formale Vorgaben und Feinheiten beachtet wurden. Auch wenn man denken könnte, das sei gerade bei vorläufigen Gliederungen zweitrangig, zeigt sich gerade hier, wie gut organisiert und geplant die Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist. Schließlich hinterlässt der erste Blick auf die Gliederung bzw. den Aufbau, sei es nun die vorläufige oder die endgültige, einen bleibenden Eindruck bei dem Betreuer: Dieser wird weder die Zeit noch die Geduld haben, sich in einen wilden, unzusammenhängenden Wirrwarr hineinzudenken.

Wichtig: Die Gliederung bzw. der Aufbau einer Hausarbeit, Bachelorarbeit und Masterarbeit wird „als Inhaltsverzeichnis dem Textkörper der Arbeit vorangestellt“ (Stickel-Wolf & Wolf 2013: 181). Daher werden diese beiden Begriffe auch oft synonym verwendet. Die Gliederung der Arbeit, d. h. der innere Aufbau, wird im Inhaltsverzeichnis verschriftlicht, um dem Leser einen schnellen Überblick über Schwerpunkt und Herangehensweise an das Thema zu bieten.

Andermann, Drees & Grätz merken an: „Wie die einzelnen Gliederungsebenen angeführt werden, ob mit Groß- oder Kleinbuchstaben, großen lateinischen oder arabischen Ziffern, ist vielfach je nach Disziplin verschieden oder auch Geschmacksache des Verfassers“ (2006: 85). Viel wichtiger ist es, dass die Gliederung bzw. der Aufbau übersichtlich bleibt.

Auch nützlich: Stilmittel für einen gehobenen Ausdruck

Wichtig: Hat man sich für ein Gliederungsprinzip entschieden, muss dieses unbedingt konsequent durchgehalten werden (vgl. Franck 2004: 102)!

Beispiele für gelungenen Aufbau bzw. Gliederung der Bachelorarbeit

Beispiel 1: numerische Gliederung, maximal 4 Gliederungsebenen

Beispiel 1: numerische Gliederung maximal 4 Gliederungsebenen

(adaptiert von Andermann, Drees & Grätz 2006: 132)

Beispiel 2: numerische Gliederung, das Prinzip ist konsequent durchgehalten, mit max. 8 Unterpunkten noch übersichtlich

Beispiel 2: numerische Gliederung der Bachelorarbeit mit 8 Unterpunkten

(adaptiert von Franck 2004: 103)

Beispiel 3: Alpha-numerische Gliederung der Bachelorarbeit

Beispiel 3: alpha numerische Gliederung und Aufbau der Bachelorarbeit

(adaptiert von Franck 2004: 104)

Beispiel 4: numerische Gliederung, wenig Ebenen, Oberpunkte betont, Anhängen und Verzeichnissen werden keine Klassifikationsnummern zugewiesen

Beispiel 4: numerische Gliederung und Aufbau Bachelorarbeit oder Facharbeit

(adaptiert von Krämer 2009: 66)

Ordnung ist für Dumme, das Genie überblickt das Chaos?

Da „unzählige Beispiele des täglichen Lebens zeigen, dass Planung und Ordnung das Ausmaß und die Sicherheit der Zielerreichung erhöhen“ (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 181), bietet es sich beim wissenschaftlichen Arbeiten besonders an, sich an diesen Grundsatz zu halten. Jeder wissenschaftlichen Arbeit, von der Facharbeit bis hin zur Bachelorarbeit, Masterarbeit und Doktorarbeit, muss eine Gliederung vorausgehen, welche den Aufbau der Arbeit widerspiegelt und dem Leser sowohl hilft, sich zu orientieren, als auch aufzeigt, welchen Schwerpunkt die Arbeit hat und was es zu erwarten gilt( vgl. Bänsch & Alewell 2013: 13; Franck & Stary 2009: 139).

Zu beachten: Ein durchgängiger Fließtext ist für den Leser schwer nachzuvollziehen. Schon eine 10-seitige Arbeit ist ohne eine angemessene Gliederung und Aufbau mithilfe von Überschriften, die den Text in Abschnitte aufspalten, schwierig zu lesen. Es besteht die Gefahr, dass der Leser den Fokus/die Schwerpunkte nicht deutlich erkennen kann. Bei einer 80- bis 100-seitigen Arbeit wäre es so praktisch unmöglich, dem Gedankengang des Verfassers zu folgen.

Wichtig: In der Gliederung manifestiert sich der „rote Faden“, d. h. der logische Aufbau der gesamten Bachelorarbeit oder Facharbeit sollte darin zu erkennen sein (vgl. Kornmeier 2013: 99; Andermann, Drees & Grätz 2006: 85; Rossig & Prätsch 2005: 67). Gerade deshalb muss sich hier Zeit für die sorgfältige Erstellung genommen werden. Dies hilft auch, eigene Gedanken zu ordnen und beim Schreiben nicht „abzudriften“, sondern nur Aspekte miteinzubringen, welche für die Beantwortung der Forschungsfrage maßgeblich sind.

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Für Bachelorarbeiten und Masterarbeiten bieten sich zwei Gliederungs-Klassifikationen an

1. Numerische/Dekadische Klassifikation

Nummerische-Gliederung-Bachelorarbeit

(adaptiert von Theisen 2013: 119)

Hier werden die Hauptabschnitte eines Textes nummeriert, begonnen wird mit eins; auch jede nachgeordnete Stufe beginnt mit eins (vgl. Theisen 2013: 118).

2. Alpha-numerische Klassifikation

Alpha-nummerische-Gliederung-und-Aufbau-der-Bachelorarbeit

(adaptiert von Theisen 2013: 120)

Verschiedene Schriften und Zahlen werden verwendet, dies soll der leichteren Orientierung dienen (vgl. Theisen 2013: 119); ergibt aber nur bei umfangreichen Werken eine bessere Übersicht (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 69).

Bei beiden Systemen für die Gliederung und Aufbau gilt es, folgende Punkte zu beachten:

  • Nach der letzten Ziffer einer Nummer folgt kein Punkt, nur hinter einstelligen Nummern wird er empfohlen (z. B. 1. – aber 1.2) (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 14; Rossig & Prätsch 2005: 69).
  • Wer A sagt, muss auch B sagen: Einem Unterpunkt (z. B. 2.1.1) muss mindestens ein weiterer folgen, welcher auf der gleichen hierarchischen Ebene angesiedelt ist (z. B. 2.1.2) (vgl. Kornmeier 2013: 98; Krämer 2009: 65; Franck 2004: 102); nur ein Unterpunkt, also z. B. nur 2.1.1, bedeutet, dass dieser identisch mit 2.1 und somit überflüssig ist (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 16).
  • Am Ende jeder Zeile muss die entsprechende Seitenangabe Hierbei ist die Ziffer ausreichend, die Bezeichnung „Seite“ kann entfallen (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 67).
  • Die Klassifikationsnummern gelten nur für den Textteil der Arbeit; Vor- und Nachtexte (Vorwort/Danksagung, Abstract, Verzeichnisse, Anhang, Eidesstattliche Erklärung) erhalten keine Nummern (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 69)!
  • Es sollten nicht mehr als drei bis vier Gliederungsebenen angesetzt werden (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 56; Krämer 2009: 64), d. h. 1.1.1 sowie 1.1.1.2 sind gut möglich, aber Ebenen wie 1.1.1.2.1.3 oder 1.a) 1. A. aa und 1.b) 1. A. aa sind nicht nur unübersichtlich, sondern auch die Hierarchiebezüge werden unklar.
  • Ein Mindestumfang pro Gliederungspunkt ist wichtig: Ein Text als Gliederungspunkt mit nummerierter Überschrift sollte mindestens eine halbe bis eine Seite lang sein (vgl. Winter 2004: 18).
  • Für kürzere Studienarbeiten wie Seminar- und Bachelorarbeiten sollten es nicht mehr als 4 Textseiten pro Gliederungspunkt sein; bei Diplom- und Masterarbeiten können es (wenn gut strukturiert) auch mehr sein (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 19). Wichtig: Zu viel Fließtext an einem Stück gefährdet die Verständlichkeit des Textes!
  • Es sollten maximal sieben bis acht Unterpunkte je Hauptpunkt sein, also 1.1, 1.2, 1.3 … 1.8 liegt noch im Rahmen, alles, was darüber hinausgeht, macht die Bachelor- und Masterarbeit unübersichtlich und gerade bei kurzen Arbeiten ist mehr zu viel des Guten (vgl. Franck & Stary 2009: 139; Franck 2004: 102).
  • Der Stellenwert eines Punktes spiegelt sich in der Gliederung wider, daher müssen Gliederungsebene und Stellenwert übereinstimmen; bei einer Arbeit über „außenpolitische Berichterstattung“ (z. B. Klassifikationsnummer 2.1) ist dieser Oberbegriff auf einer höheren Ebene als „innenpolitische Berichterstattung“ anzusiedeln (NICHT: 4.3 o. Ä., sondern z. B. 4.3.1) (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 59).
  • Die verwendete Sprache in den Überschriften soll kurz und knapp sein, keine Füllwörter, Satzzeichen oder Fragesätze enthalten sowie reißerische/„feuilletonistische“ Formulierungen müssen vermieden werden (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 187).
  • Es sollten möglichst Substantive (z. B. Methoden und Mittel) in den Überschriften verwendet werden (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 68).
  • Unterpunkte dürfen keine wörtliche Wiederholung des übergeordneten Punktes sein, also nicht:

3. Kritischer Rationalismus und Frankfurter Schule

3.1 Der kritische Rationalismus

3.2 Die Frankfurter Schule

(vgl. Karmasin & Ribing 2014: 58)

Viele Wege führen nach Rom: verschiedene Gliederungsmöglichkeiten der Bachelorarbeit

Selbstverständlich lässt sich jede wissenschaftliche Arbeit in drei grundlegende Teile aufgliedern: Einleitung – Hauptteil – Schluss. Irgendwo nimmt alles seinen Anfang und muss auch ein Ende finden. Was zählt, ist natürlich der Weg dorthin. Es ist also nicht falsch, sich diese Grundstruktur vor Augen zu halten, aber haben diese Begriffe in der Gliederung Ihrer Arbeit etwas zu suchen? Die Antwort ist ein klares Nein, da diese Begriffe einen rein formalen Charakter haben und noch inhaltsleer sind – es gilt also, sie mit dem Inhalt Ihrer Arbeit zu füllen (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 76).

Tipp: Begriffe wie „Einführung“, „Abgrenzung der Begriffe“, „Ausblick“ usw. sind rein metasprachlicher Natur und werden kaum dazu beitragen, dass der Leser großes Interesse entwickelt, Ihre Arbeit zu lesen, da diese Begriffe zu unspezifisch und allgemeingültig sind (vgl. Kornmeier 2013: 99). Ersetzen Sie diese neutralen Begriffe durch prägnante Ausführungen zum Thema Ihrer Arbeit: Welches Thema ist es, das Sie vorstellen möchten? Ein Ausblick soll gegeben werden, aber worauf?

Die Gliederungsform spiegelt die Art der wissenschaftlichen Arbeit wider. Gerade für Abschlussarbeiten wie die Bachelorarbeit und Masterarbeit wird häufig eine Eigenleistung in Form einer eigenen Datenerhebung erwartet, um sich damit von der einfachen Seminararbeit abzugrenzen. Im medizinischen und naturwissenschaftlichen Bereich bietet sich dies an, aber genauso werden auch im betriebs-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich empirische Daten erhoben.

Der Aufbau einer solchen Arbeit und somit auch die Gliederung ergibt sich aus der Natur der Sache selbst: Wieso erhebe ich die Daten? Was ist unerforscht? Wie erhebe ich die Daten? Worin besteht der Erkenntnisgewinn durch Auswertung/Interpretation der Daten? Somit bietet sich nur eine Reihenfolge bzw. grobe Struktur: die Problemdarstellung und danach die Problemlösung (vgl. Franck 2004: 101).

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Reihenfolge und Struktur der Gliederung und des Aufbaus

1. Forschungslage/Theoretische Erklärungsmodelle, Ausgangspunkt der eigenen Untersuchung (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 77)

2. Anwendung in der Praxis: Untersuchte Kollektive, Methoden, Material, statistische Auswertung (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 119)

3. Ergebnisse, Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen (vgl. Franck 2004: 101)

Wichtig: Die Gliederung bzw. der Aufbau einer Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Facharbeit folgt einem ähnlichen Prinzip wie dem des Hausbaus: Zunächst braucht man ein gutes und stabiles Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Schließlich ist es die aktuelle Forschungslage, die zur neuen Forschung (dem Bau neuer Fundamente) ermutigt, und darauf bauen alle folgenden Kapitel auf, sodass „in jedem Kapitel neues Wissen vermittelt wird, das auf den Inhalten der vorhergehenden Kapitel aufbaut“ (Brauner & Vollmer 2004: 77).

Selbstverständlich kann eine Abschlussarbeit auch ohne empirische Datenerhebung auskommen. Hierbei eröffnen sich auch andere Gliederungsmöglichkeiten, wie die folgende Übersicht zeigt:

Art der Gliederung/AufbauWofür eignet sich diese?
1. Chronologische Gliederung/Aufbau: Das Material wird nach zeitlicher Abfolge gegliedert.z. B. für historische Themen die eine Ereignisfolge nachzeichnen: „Die britische Nordirlandpolitik 1968-74“ (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 110) oder entwicklungspsychologische Arbeiten (vgl. Kruse 2007: 155)
2. Systematische Gliederung/Aufbau: Aufreihung gleichwertiger Gesichtspunkte (Theorien A, B, C oder Objekte 1, 2, 3 (vgl. Kruse 2007: 155)z. B. „Formen der Unternehmenskonzentration“: I. Interessengemeinschaft, II. Kartell, III. Syndikat, IV. Konzern, V. Fusion/Trust (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 112)
3. Deduktive Abfolge: vom Allgemeinen zum BesonderenEine übergeordnete Theorie wird auf einen speziellen Fall angewendet (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 184), Hypothesen werden durch Belege bewiesen, z. B. „Chancen und Risiken des Euro“; zu Chancen (Export usw.) und Risiken (Inflation etc.) werden Hypothesen aufgestellt und durch Beispiele untermauert (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 112); Vorlage 1 (adaptiert von Esselborn-Krumbiegel 2002: 113)
4. Induktive Abfolge: vom Speziellen zum AllgemeinenAus Beobachtungen/Versuchen werden allgemeingültige Folgerungen abgeleitet (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 65); wenn es in einem Bereich noch kaum übergeordnete Konzepte gibt, kann man aus einer Stichprobe ein neues Denkmodell entwickeln (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 184); Vorlage 2 (adaptiert von Esselborn-Krumbiegel 2002: 114)
5. Kausale Methode: Untersuchung von Ursachen und WirkungenHier kann entweder von den Ursachen oder den Wirkungen ausgegangen werden (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 65); z. B. Auswirkungen steigender Arbeitslosigkeit auf die Wirtschaft; Vorlage 3 & 4 (adaptiert von Esselborn-Krumbiegel 2002: 115-16)
6. Dialektische Methode: These – Antithese – SyntheseUm eine Kompromisslösung zu finden, wenn sich zwei konträre Aussagen gegenüberstehen; Vor- und Nachteile abwägen (vgl. Stickel-Wolf und Wolf 2013: 185), z. B. die EU-Osterweiterung: Mehr Handlungsspielraum oder Unvereinbarkeit der Mitgliedsstaaten?
7. Vergleichende Methode: Untersuchungsgegenstände werden nach bestimmten Kriterien verglichen.z. B. Vergleich nach Objekten: Deutschland (Bevölkerung, Wirtschaft usw.) vs. Frankreich (Bevölkerung, Wirtschaft usw.); Vorlage 3 (adaptiert von Esselborn-Krumbiegel 2002: 117) ODER nach Kriterien, z. B. Bevölkerung: Deutschland vs. Frankreich (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 66); Vorlage 5 & 6 (adaptiert von Esselborn-Krumbiegel 2202: 118)

Vorlage 1: Gliederung und Aufbau

Vorlage 1-die deduktive Abfolge

Vorlage 2: Gliederung und Aufbau

Vorlage 2-die induktive Abfolge

Vorlage 3: Gliederung und Aufbau

Vorlage 3-die Kausale Methode Untersuchung von Ursachen und Wirkungen

Vorlage 4: Gliederung und Aufbau

Vorlage 4-die Kausale Methode zur Untersuchung von Ursachen und Wirkungen

Vorlage 5: Gliederung und Aufbau

Vorlage 5-die vergleichende Methode von Objekten

Vorlage 6: Gliederung und Aufbau

Vorlage 6-die vergleichende Methode mit alternierender Gliederung

Zu beachten: Welche Art der Gliederung sich am besten eignet, muss immer individuell und abhängig vom Thema entschieden werden. Das Ziel muss immer sein, die Struktur und Gesamtzusammenhänge für den Leser so transparent wie möglich zu gestalten.

Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie sich die Mühe, Ihre Gliederung bzw. verschiedene Entwürfe selbst zu entwerfen und diese dann mit Ihrem Betreuer zu diskutieren. Dies hinterlässt nicht nur einen positiven Eindruck und beweist, dass Sie zur selbstständigen Analyse und Strukturierung des Themas fähig sind, sondern verhindert auch, dass Ihr Betreuer mehr oder minder gezwungen ist, eine Gliederung vorzugeben, die möglicherweise nicht Ihrem Denkstil entspricht und die Bearbeitung erschwert (vgl. Winter 2004: 22-23).

Beispiele für schlechte Gliederungen – Unbedingt zu vermeiden!!

Schlechtes Beispiel 1: Reißerische Überschriften und Fragesätze

Negativ-Beispiel 1: Klassische Werbung hat ausgedient

(adaptiert von Winter 2004: 21)

Schlechtes Beispiel 2: Zu viele Gliederungsebenen, die Gliederung ist zu „tief“ und Zusammenhänge schwer nachvollziehbar

Negativ-Beispiel 2: Zu viele Gliederungsebenen

(adaptiert von Krämer 2009: 60)

Schlechtes Beispiel 3: „Zerpflücken“ des Materials, Unterschiede zwischen Ober- und Unterpunkten nicht mehr klar, zu viele Ebenen

Negativ-Beispiel 3: Unterschiede zwischen Ober -und Unterpunkten nicht mehr klar

(adaptiert von Krämer 2009: 65)

Schlechtes Beispiel 4: Thema und Gewichtung harmonieren nicht miteinander

Negativ-Beispiel 4: Thema und Gewichtung harmonieren nicht miteinander

(adaptiert von Winter 2004: 20)

Thema und Gewichtung harmonieren nicht miteinander, denn Punkt 2.3 Logistik ist als Unterpunkt sogar umfangreicher als Oberpunkt 3; der Schwerpunkt sollte hier überdacht/anders gesetzt werden.

Fazit

  • Die Gliederung/der Aufbau der Bachelor- und Masterarbeit reflektiert den logischen Aufbau der Arbeit, den sogenannten „roten Faden“, und dient der Leserführung.
  • Die Gliederung wird der Arbeit als Inhaltsverzeichnis vorangestellt; eine vorläufige Gliederung dient als Diskussionsgrundlage mit dem Betreuer.
  • Aus formaler Sicht bieten sich entweder eine numerische Gliederung oder eine alphanumerische Gliederung an.
  • Eine gute und übersichtliche Gliederung zeichnet durch einen konsequenten Stil aus; sie soll nicht zu viele Gliederungsebenen beinhalten, die einzelnen Abschnitte sollen eine angemessene Länge haben, um mit einer gesonderten Überschrift betitelt zu werden, und auch sprachlich müssen die einzelnen Punkte von Sachlichkeit geprägt sein.
  • Gerade für empirische Arbeiten ergibt sich eine Grundgliederung wie von selbst: Theorie/Hintergrund, Praxisanwendung (eigene Studie/Datenerhebung), Ergebnisse/Erkenntnisgewinn und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen.
  • Basiert eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht auf einer eigenen Datenerhebung, ergeben sich je nach Thema verschiedene andere Gliederungsvarianten: chronologische, systematische, deduktive, induktive, kausale, dialektische und vergleichende Methoden.
  • Es ist ein wichtiger Arbeitsschritt, die Gliederung selbstständig zu verfassen und sich nicht nur auf den Betreuer zu verlassen, um die spätere Ausarbeitung zu erleichtern, da die Gliederung auf eigenen Denkstrukturen basiert.

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Quellennachweise

Andermann, Ulrich, Martin Drees & Frank Götz. 2006. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3. Aufl. Mannheim: Dudenverlag.

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Brauner, Detlef Jürgen & Hans-Ulrich Vollmer. 2004. Erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten – Seminararbeit Diplomarbeit Doktorarbeit. Sternenfels: Verlag Wissenschaft und Praxis.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2002. Von der Idee zum Text – Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Franck, Norbert. 2004. Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Franck, Norbert & Joachim Stary. 2009. Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. 15. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Krämer, Walter. 2009. Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? 3. Aufl. Frankfurt: Campus.

Kruse, Otto. 2007. Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12. Aufl. Frankfurt: Campus.

Kornmeier, Martin. 2013. Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht – für Bachelor, Master und Dissertation. 6. Aufl. Bern: Haupt.

Rossig, Wolfram E. & Joachim Prätsch. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus, Monika Prenner & Herbert Schwetz. 2009. Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Winter, Wolfgang. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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