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Was ist ein Plagiat? Definition, Konsequenzen & Vermeidung

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Definition: Plagiat

Als Plagiat bezeichnet man geistigen Diebstahl, das heißt die Übernahme fremder Gedanken in den eigenen Text, ohne sie als solche zu kennzeichnen. Man schmückt sich sozusagen mit fremden Federn, was dem Ehrenkodex der Wissenschaft widerspricht, denn Zitieren ist nicht verboten, im Gegenteil. Der Urheber muss aber immer genannt werden. Das Plagiat kann verschiedene Formen annehmen, nicht nur direktes Abschreiben ist ein Plagiat, sondern auch eine nicht gekennzeichnete Übersetzung oder die Übernahme einer fremden Idee ohne Literaturangabe.

Plagiate können durchaus entlarvt werden, dafür gibt es spezielle Software. Wird ein Plagiat aufgedeckt, hat dies schwerwiegende Konsequenzen, vom Nichtbestehen der Arbeit über die Exmatrikulation bis hin zur Aberkennung eines Titels. Urheberrechtsverletzung und Betrug sind Straftatbestände, die auch dementsprechend geahndet werden können. Daher sollte man sich mit den Konventionen des Zitierens vertraut machen, um die Grauzonen zu kennen und Plagiate in jeder Form zu vermeiden.

Das Plagiat: Second-Hand-Kreativität

ODER weswegen man sich beim Diebstahl geistigen Eigentums nur in die eigene Tasche lügt

Wenn ein Autor bei einem anderen abschreibt,
nennt man das Plagiat.
Wenn ein Autor bei vielen anderen abschreibt,
heißt es Wissenschaft (anonym, zitiert in Winter 2004: 88).

Nachdem klar geworden ist, dass Zitieren das Maß der Wissenschaftlichkeit eines jeden Textes darstellt, da Wissenszuwachs immer auf einem Fundament bereits vorhandenen Wissens steht, gilt es, sich nun bewusst zu machen, was passiert, wenn man NICHT richtig zitiert bzw. fremdes geistiges Eigentum NICHT als solches ausweist.

Zunächst mag man denken, es sei einfach nicht besonders nett, etwas zu nehmen, das einem nicht gehört. Hat man das doch schon von Kind auf gelernt: Einem anderen Kind im Sandkasten das Spielzeug wegzunehmen, ist gemein und wurde mit Tadel und Strafe der Eltern quittiert. Im Erwachsenenleben tragen wir natürlich viel mehr Verantwortung und der Diebstahl geistigen Eigentums hat schwerwiegendere Konsequenzen, als man denkt. Auch wenn es sich hier scheinbar „nur“ um das Stehlen von Gedanken und nichts Materiellem handelt.

Aber was genau ist nun geistiger Diebstahl in der Wissenschaft, das sogenannte Plagiat, und wie kann es vermieden werden? „Plagiieren heißt, den Text einer anderen Person als eigenen ausgeben“ (Kruse 2007: 82). Also in dem Moment, indem Sie Textstellen eines anderen in der eigenen Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation übernehmen, aber nicht den Urheber der Quellen nennen und es ungekennzeichnet in den eigenen Text übernehmen, handelt es sich um ein Plagiat.

Aber schon „die inhaltliche, nicht-wörtliche – also sprachlich veränderte – Übernahme längerer Textstrecken fällt, sofern sie nicht als Paraphrase gekennzeichnet wird, unter den Begriff des Plagiats“ (Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 161). Somit ist schon die Übernahme einer Idee eines anderen, ohne ausreichend gekennzeichnet zu sein, ein Plagiat.

Tipp: Literaturverzeichnis erstellen in Word mit Video-Anleitung

 Weitere Plagiats-Definitionen namhafter Bildungsinstitutionen

Ludwig-Maximilian-Universität (LMU)

„Von Plagiat spricht man, wenn Ideen und Worte anderer als eigene ausgegeben werden. Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Quelle (Buch, Zeitschrift, Zeitung, Internet usw.) die fremden Ideen und Worte stammen, ebenso wenig, ob es sich um größere oder kleinere Übernahmen handelt oder ob die Entlehnungen wörtlich oder übersetzt oder sinngemäß sind.“

Quelle: Definition Plagiat LMU

Universität Zürich (ETH Zürich)

„Unter einem Plagiat versteht man die ganze oder teilweise Übernahme eines fremden Werks ohne Angabe der Quelle und des Urhebers bzw. der Urheberin.“

Quelle: Definition Plagiat Universität Zürich

Überblick zu den häufigsten Formen des Plagiats

Karmasin & Ribing geben einen Überblick zu den häufigsten Formen des Plagiats (nach Definition der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) (vgl. 2014: 112-113):

PlagiatsformenDefinition
TextplagiatWörtliche Übernahme von Textpassagen ohne Quellenangabe
IdeenplagiatParaphrasierung eines Gedankens/einer Idee, der ursprünglich fremde Gedanke wird durch eigenen Satzbau als Eigenleistung ausgegeben
ZitatsplagiatVerwendung von Zitaten, die der Autor in der Sekundärliteratur nutzt, ohne klare Angabe, dass Sie nicht selbst die Originalquelle zitieren; hier muss der Autor der Sekundärquelle genannt werden
Übernahme von Metaphern, Idiomen, Sprachschöpfungen ohne QuellenangabeKeine weitere Definition
Übersetzungen aus fremdsprachlichen Werken ohne QuellenangabeKeine weitere Definition
Wichtig: Jede wissenschaftliche Arbeit muss eine eigene Leistung sein und somit sind Plagiate „eine Art Todsünde im wissenschaftlichen Schreiben, die Ihre Arbeit augenblicklich entwertet, da sie gegen einen zentralen ethischen Code aller Wissenschaften verstößt“ (Kruse 2007: 82). Es kann Ihnen nur ans Herz gelegt werden, immer sorgfältig zu arbeiten, um jegliche Form des Plagiats zu vermeiden!

Wieso man sich beim Plagiieren nicht mit Ruhm bekleckert

Um Plagiate in der Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu entlarven, gibt es spezielle Plagiatssoftware, diese machen es möglich, Textstellen Ihrer Arbeit mit Dokumenten im Internet zu vergleichen (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 113). Beispielsweise können von Universitäten Plagiatsscanner genutzt werden, um mögliche Plagiate zu erkennen. Daher wird oft von Studenten gefordert, die Arbeit auch als Word- bzw. PDF-Datei neben der Druckversion einzureichen, damit eine Plagiatsprüfung möglich ist.

Werden Plagiate entdeckt, so hat dies weitreichende Konsequenzen und kann das Ende des Studiums bedeuten. Man wird zwar nicht geteert, gefedert und dann aus der Uni gejagt, aber Schimpf und Schande bringt es auf anderem Wege mit sich. Denn „der wissenschaftliche Textdiebstahl ist nichts anderes wie ein Ladendiebstahl: Letzterer kann vor keinem Gericht zum ‚Einkaufsirrtum‘ stilisiert werden, dementsprechend liegt bei ersterem auch kein ‚Zitatfehler‘ vor“ (Ernst 2011, zitiert nach Theisen 2013: 275).

Tipp: Fußnoten einfügen in Word mit Anleitung

Wichtig: Ein Plagiat bleibt ein Plagiat und es wirkt unglaubwürdig, wenn behauptet wird, die Literaturangabe sei vergessen worden. Gerade bei Plagiaten in größerem Umfang muss man sich im Klaren sein, dass dies einem erfahrenen Dozenten/Professor durchaus auffallen wird, auch ohne eine Plagiatssoftware zurate zu ziehen.

Sicherlich hat jeder von der härtesten Konsequenz gehört, die die Aufdeckung des Plagiierens zur Folge haben kann: Einigen prominenten Promovierten wurde der Doktortitel aberkannt, da sie in ihrer Dissertation plagiiert hatten (vgl. Oertner, St. John & Thelen: 61). Ohne hier jemandem ans Bein pinkeln zu wollen, hat es sich doch auch herumgesprochen, dass die Karriere dieser Personen praktisch beendet war. Natürlich ist die Hausarbeit oder die Bachelorarbeit oder Masterarbeit, an der Sie gerade arbeiten, noch lange keine Doktorarbeit. Dennoch hat Plagiieren immer Folgen, die nicht unterschätzt werden dürfen.

Konsequenzen des Plagiierens

  • Bewertung mit der schlechtesten Note („ungenügend“ bzw. „nicht bestanden“) und Annullierung der Prüfungsleistung (vgl. Theisen 2013: 277)
  • Prüfung kann nicht wiederholt werden, der Betreffende wird exmatrikuliert (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 66)
  • Der akademische Titel oder Grad wird aberkannt; universitätsweites Studienverbot (vgl. Theisen 2013: 277)
  • Betrug und Urheberrechtsverletzung sind Straftatbestände und können als solche geahndet werden, siehe Urheberrechtsgesetz § 106 und Strafgesetzbuch § 263; hier ist von Freiheitsstrafe von bis zu drei bzw. bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe die Rede (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 66).
Wichtig: Schon ein entdecktes Plagiat in einer einfachen, kurzen Seminararbeit kann sich negativ auswirken, in dem Sinne, dass beispielsweise keine Gutachten für ein Auslandsjahr, eine Bewerbung o. Ä. erstellt werden. Der Plagiatsversuch wird in der Studierendenkartei als Betrug vermerkt und es ist nicht mehr möglich, Punkte für diesen Kurs zu erwerben (vgl. hierzu Uni Würzburg, Stilblatt http://www.anglistik.uni-wuerzburg.de/studium/downloads/, Stilblatt Englische Literaturwissenschaft/Amerikanistik, 8).

Wie Sie Plagiate vermeiden und sauber wissenschaftlich arbeiten

Zitieren selbst ist nicht verboten, solange man sich an die Regeln hält, das Urheberrechtsgesetz erlaubt Zitieren für wissenschaftliche Zwecke, siehe §§ 51 und 63 (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 66)! Wozu also betrügen und die Konsequenzen tragen, wenn man einfach nur ordnungsgemäß zitieren und so fremde Gedanken ganz problemlos integrieren kann? Schließlich sollen Sie während Ihres Hochschulstudiums lernen, wissenschaftlich zu arbeiten. Natürlich ist dies mit Arbeit verbunden, aber nichts, was wirklich lohnenswert ist, fällt einem einfach so in den Schoß.

Doch wie lässt sich nun ein Plagiat vermeiden? Zunächst muss man genau wissen, ab wann man von einem Plagiat spricht bzw. wo die Grauzone beginnt. Die folgenden Beispiele sollen aufzeigen, wo die Grenze von gekennzeichnetem Zitat und Plagiat erreicht ist.

Auch nützlich: Argumentation schreiben mit Beispielen

Beispiele von Plagiaten und korrektem wissenschaftlichem Arbeiten

Fallbeispiel 1 – Originaltext (Oertner, St. John & Thelen 2014: 61)

Fallbeispiel 1 - Plagiate vermeiden
Beispiele Plagiate vermeidenKorrektes wissenschaftliches ArbeitenPlagiat
Beispiel 1Stöcklin gibt eine konkrete Empfehlung für Lehrende ab: „Plagiate lassen sich am nachhaltigsten vermeiden, indem Lehrerinnen und Lehrer Aufträge geben, bei denen Schülerinnen [sic!] nicht nur Fakten zusammensuchen müssen“ (Stöcklin 2010, S. 120).

Richtig: Wörtliches Zitat, vollständig gekennzeichnete Quelle angegeben.
Um Plagiate im Schulunterricht zu vermeiden, schlägt Stöcklin vor, dass Lehrerinnen und Lehrer Aufträge geben, bei denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Fakten zusammensuchen müssen, sondern auch Informationen reflektiert und kreativ nutzen (vgl. Stöcklin 2010, S. 120).

Falsch: Sinngemäßes Zitat, aber nicht paraphrasiert; bzw. wörtliches Zitat, aber nicht korrekt gekennzeichnet. Hinweis: Diese Verwendungsweise ist nicht korrekt, obwohl die Quelle angegeben wurde.
Beispiel 2Stöcklin bezieht in seinem Buch Stellung zur Problematik des Plagiierens im Schulunterricht (vgl. Stöcklin 2010, S. 120). Er spricht sich dagegen aus, von den Schülern als Arbeitsleistung lediglich das Zusammentragen von Fakten zu verlangen, da dies dazu verleite, aus Wikipedia abzuschreiben.

Richtig: Sinngemäß zitiert, korrekt paraphrasiert, durch Konjunktiv I („verleite“) und „vgl.“ verdeutlicht, Quelle angegeben. Hinweis: Fachtermini wie „Fakten“ oder „Plagiat/plagiieren“ oder Namen wie „Wikipedia“ werden beim Paraphrasieren nicht ersetzt.
Es ist nicht zu bestreiten, dass sich Plagiate am besten vermeiden lassen, indem Lehrerinnen und Lehrer Arbeitsaufträge geben, bei denen Schülerinnen und Schüler nicht nur Fakten zusammensuchen, sondern Informationen reflektiert und kreativ nutzen müssen.

Falsch: Verschleiertes Plagiat, nicht als Zitat gekennzeichnet, Quelle nicht angegeben.
Beispiel 3Stöcklin rät Lehrpersonen, von den Schülern nicht nur die Wiedergabe von Fakten zu fordern, sondern „Informationen reflektiert und kreativ“ (Stöcklin 2010, S. 120) weiterverwenden zu lassen.

Richtig: Halb sinngemäß, halb wörtliches Zitat, korrekt gekennzeichnet, Quelle angegeben, in den Satz integriert.
Students plagiarize today very often especially from Wikipedia. There they find exactly the summarised contents that they have been asked by their teachers to compose.

Falsch: Übersetzungsplagiat, nicht als Zitat erkennbar, Quelle nicht angegeben,
Beispiel 4Kritiker des Schulunterrichts betonen, dass Lehrkräfte selbst Schuld trügen, wenn Schüler plagiieren da die Arbeitsaufträge oftmals wenig fantasievoll seien und einem bloßen Zusammentragen von Informationen bestünden (vgl. z. B. Stöcklin 2010, S. 120).

Richtig: Sinngemäßes Zitat, Quelle als Beispiel für eine bestimmte Einschätzung/Denkrichtung angegeben. Hinweis: Hier wäre eine zweite Quellenangabe wünschenswert, um zu zeigen, dass es sich nicht nur um eine Einzelmeinung handelt.
In der Schule lernt man den Ideenklau: Schülerinnen und Schüler plagiieren heute sehr häufig, besonders aus der Wikipedia. Dort finden sie oft genau die zusammengefassten Inhalte, die sie selbst für Ihre Arbeiten verfassen sollen.

Falsch: Totalplagiat, eins zu ein übernommen, ohne Kennzeichnung als Zitat, ohne Quellenangabe.

Fallbeispiel 2 – Originaltext (Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 162-164)

Fallbeispiel 2 - Plagiate vermeiden
Beispiele von Plagiaten Erläuterungen
Beispiel 1

Vielfach tragen Kohäsionsmechanismen zur Etablierung der Textkohärenz bei, dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall, wie das folgende Beispiel und seine Erläuterungen aus Renkema (1993:40) zeigt:
"„Er geht nicht zur Schule. Er ist krank.“
Die Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen beruht auf Wissen, nämlich, dass Krankheit auf Grund der Abwesenheit in der Schule sein kann. Auf der Basis dieses Wissens ist es möglich, eine Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen herzustellen."
Übersetzung des Originals durch den Autor, weiterhin direktes Zitat: Korrekt! ABER: Es muss angegeben werden, dass es eine Übersetzung ist und wer übersetzt hat!
Beispiel 2

Vielfach tragen Kohäsionsmechanismen zur Etablierung der Textkohärenz bei, dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall, wie das folgende Beispiel und seine Erläuterungen aus Renkema (1993:40) zeigt:
„He is not going to school. He is sick“
Wie Renkema ausführt, beruht die Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen auf Wissen, nämlich, dass Krankheit der Grund für Abwesenheit in der Schule sein kann. Auf der Basis dieses Wissens ist es möglich, eine Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen herzustellen.
Hier wird schon die Grauzone zum Plagiat erreicht: Nur der Beispielsatz wird als direktes Zitat gekennzeichnet, weiterhin wird paraphrasiert ohne Quellenangabe: Selbst wenn sie identisch ist, muss sie bei der Paraphrase angegeben werden.
Beispiel 3

Vielfach tragen Kohäsionsmechanismen zur Etablierung der Textkohärenz bei, dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall, wie das folgende Beispiel aus Renkema (1993:40) zeigt:
„Er geht nicht zur Schule. Er ist krank.“
Die Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen beruht auf Wissen, nämlich, dass Krankheit der Grund für Abwesenheit in der Schule sein kann. Auf der Basis dieses Wissens ist es möglich, eine Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen herzustellen.
Dies geht noch einen Schritt weiter als Zitierform 2: Die Übersetzung aus dem Original ist korrekt zitiert, aber bei der Paraphrase wird keine Quelle angegeben, nicht einmal ein Name wird genannt. Es ist unklar, ob es sich um fremde Gedanken oder eine eigene Interpretation handelt (und hier ist es fremdes Gedankengut)!
Beispiel 4

Vielfach tragen Kohäsionsmechanismen zur Etablierung der Textkohärenz bei, dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall, wie das folgende Beispiel zeigt:
„Er geht nicht zur Schule. Er ist krank.“
Die Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen beruht auf Wissen, nämlich, dass Krankheit der Grund für Abwesenheit in der Schule sein kann. Auf der Basis dieses Wissens ist es möglich, eine Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen herzustellen (Renkema, 1993).
Der Beispielsatz ist schon nicht als Zitat gekennzeichnet, da die Quellenangabe fehlt; auch die Paraphrase ist nicht richtig zitiert, da die Seitenangabe fehlt.
Beispiel 5

Vielfach tragen Kohäsionsmechanismen zur Etablierung der Textkohärenz bei, dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall, wie das folgende Beispiel zeigt:
„Er geht nicht zur Schule. Er ist krank.“
Die Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen beruht auf Wissen, nämlich, dass Krankheit der Grund für Abwesenheit in der Schule sein kann. Auf der Basis dieses Wissens ist es möglich, eine Verbindung zwischen diesen beiden Sätzen herzustellen.
Totalplagiat: keine Quellenangabe nach dem direkten Zitat und auch die Paraphrase ist nicht gekennzeichnet.

Tipp: Nutzen Sie den BachelorPrint-Service, um eine Plagiatsprüfung innerhalb 30 Minuten online durchführen zu lassen. So sind Sie immer auf der sicheren Seite, gerade beim Einreichen einer Abschlussarbeit sollte man sich absichern.

Fazit

  • Die Übernahme fremder Gedanken und Ideen, ohne diese zu kennzeichnen, bezeichnet man als Plagiat; man schmückt sich sozusagen mit fremden Federn.
  • Es gibt verschiedene Arten des Plagiierens: Textplagiat, Ideenplagiat, Übersetzung aus fremdsprachlichen Werken, Übernahme von Metaphern/Idiomen und Zitatsplagiat.
  • Um Plagiate zu entlarven, gibt es spezielle Software, welche den eingereichten Text mit sämtlichen Texten im World Wide Web abgleicht.
  • Plagiieren hat schwerwiegende Konsequenzen: Titel können aberkannt werden, die Prüfung nicht wiederholt, aber mit der schlechtesten Note bewertet werden UND, da es als Betrug zählt, liegt hier sogar ein Straftatbestand vor.
  • Zitieren ist keineswegs verboten, solange man sich an die Regeln hält und weiß, wo die Grauzonen zum Plagiat liegen, denn dann lassen sich Plagiate ganz einfach vermeiden.

Quellennachweise

Gruber, Helmut, Birgit Huemer & Markus Rheindorf. 2009. Wissenschaftliches Arbeiten – Ein Praxisbuch für Studierende. Wien: Böhlau Verlag.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Kruse, Otto. 2007. Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12. Aufl. Frankfurt: Campus.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Theisen, Manuel René. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Winter, Wolfgang. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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