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Summary & Zusammenfassung schreiben | Beispiele für die Bachelorarbeit

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Summary & Zusammenfassung schreiben

Prolog zum Summary & Zusammenfassung schreiben

Das Summary & Zusammenfassung ist neben Einleitung und Hauptteil einer der drei wichtigen Grundbestandteile einer jeden wissenschaftlichen Arbeit, von der Seminararbeit bis hin zur Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Ein gutes Summary zu schreiben, das die Arbeit gekonnt abrundet, zählt durchaus als ein Kompetenzbeweis beim wissenschaftlichen Arbeiten.

Leider liegt hier der Hund sprichwörtlich begraben, denn tatsächlich passieren oft Fehler, die einen negativen Eindruck hinterlassen. Schließlich steht das Summary bzw. Zusammenfassung am Ende der Arbeit und wird somit auch als Letztes gelesen. Es folgt eine Schreibanleitung für das Summary und die Elemente, die für eine gute Zusammenfassung wichtig sind, werden näher erläutert, häufige Fehlerquellen werden aufgezeigt.

Am Ende einer wissenschaftlichen Arbeit, wie die der Bachelorarbeit, soll ein Erkenntnisgewinn stehen und auch Sie sollten am Ende dieses Beitrags das nötige Wissen haben, um einen guten Schluss zu schreiben: ohne Unsicherheiten und natürlich ganz Fettnäpfchen-frei.

Zum Schluss geht die Puste aus? Nicht aber bei der Summary bzw. Zusammenfassung!

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist immer mit viel Zeit und Mühe verbunden und nachdem der Hauptteil fertiggestellt ist, macht sich ein (trügerisches) Gefühl breit, das Wichtigste schon geschafft zu haben. Es fehlt ja eigentlich „nur“ noch ein Summary bzw. Zusammenfassung, um das Ganze abzurunden.

Wichtig: Es gibt verschiedene Begriffe, die den Schlussteil der Bachelorarbeit bezeichnen. Neben Summary/Zusammenfassung werden z. B. Ergebnis(se), Perspektiven oder Ausblick (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 76) sowie Resümee und Fazit verwendet (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 94). Dennoch meinen alle das Gleiche: eine zusammenfassende, evaluierende Darstellung der Ergebnisse. Welchen dieser Begriffe Sie verwenden, ist also Geschmackssache (oder Formvorschrift des Lehrstuhls). Unbedingt beachtet werden muss nur, dass es sich um keine Wiederholung des Inhalts handelt, sondern die Ergebnisse wertend als Antwort auf die Forschungsfrage zusammengefasst werden.

Auch das Gefühl, im Hauptteil mit anschließender Diskussion „schon alles gesagt zu haben“, kann das Schreiben des Summarys & Zusammenfassung erschweren.

Trotzdem darf zum Schluss nie die Puste ausgehen, denn …

  1. … er dient der Leserführung, um „den u.U. auf der Strecke gebliebenen Leser durch Zusammenfassung / Summary der Kernaussagen wieder einzufangen und durch entsprechende Erinnerung an Problemstellung und Zielsetzung erneut an die Arbeit anzubinden“ (Winter 2004: 75).
  2. … er präsentiert die Ergebnisse kurz und prägnant und gibt so eine Antwort auf die Forschungsfrage, die durch Analysen und Recherchen erlangt wurde (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 74).
  3. … er ist ein Beweis Ihrer Kompetenz als Autor: Inwiefern haben Sie Verständnis für die Zusammenhänge gezeigt und können Ergebnisse darstellen/abstrahieren (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 121)?
  4. … er weist der Arbeit einen Platz innerhalb des Forschungskontextes zu (vgl. Andermann, Drees & Grätz 2006: 87): Wieso ist Ihre Arbeit eine Bereicherung? Welchen Erkenntnisgewinn bieten Sie dem Leser?

Achtung: Das Schreiben einer guten Zusammenfassung erfordert ein Verständnis für den Leser und das Hineinfühlen in die Leserperspektive. Auch wenn es Ihnen als Autor sehr klar ist, wie Ihre Ergebnisse aussehen – der Leser hat sich nicht ganz so ausgiebig mit dem Thema beschäftigt wie Sie selbst und benötigt eine gewisse Transparenz, um Ihre Gedankengänge nachvollziehen zu können.

Daher hilft ihm die Zusammenfassung der Ergebnisse und des Kernthemas, um den Wert der Arbeit erkennen zu können. Natürlich soll er auch das Gefühl bekommen, dass sich die Lektüre definitiv gelohnt hat.

Auch nützlich: Rhetorische Mittel für einen gehobenen Stil

Zu beachten: Wie „seitenfüllend“ das Summary/die Zusammenfassung letztlich sein soll, bemisst sich an Gesamtlänge und Art der Arbeit. Für eine Seminararbeit genügt es, Ergebnisse im Zusammenhang mit der Forschungsfrage zu präsentieren. In Abschlussarbeiten sollte man allerdings auf weitere Forschung verweisen (einen Ausblick geben), die für den Kontext und die Forschungsgemeinschaft wichtig ist (vgl. Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 117-18).

Alles nimmt ein (gutes) Ende, aber wie?

Um ein gutes Summary schreiben zu können, muss man wissen, welche Kernelemente es enthält und wie lang es sein sollte. Auch wenn es keine Standardvorgabe die Länge betreffend gibt: Je umfangreicher die Arbeit, desto länger sollte auch die Zusammenfassung am Ende sein (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 207; Brauner & Vollmer 2004: 117).

Das Summary sollte etwa 5 % der Arbeit umfassen (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 143). Für eine Bachelorarbeit liegt die Empfehlung bei zwei bis drei Seiten (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 74), im Vergleich dazu besteht das Summary einer Hausarbeit aus wenigen Sätzen, eine kurze Zusammenfassung mit abschließender Bemerkung (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 117).

Tipp! Hier also folgende Faustregel: Die geforderte Seitenzahl wird als Kalkulationsbasis für die Länge des Summarys verwendet. Das heißt, sind bei einer 80-seitigen Abschlussarbeit drei bis fünf Seiten angemessen (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 207), so sollte die Zusammenfassung einer durchschnittlichen Seminararbeit von etwa 10 Seiten nicht viel mehr als eine Seite umfassen.

Auf inhaltlicher Ebene sollte ein gutes Summary bzw. eine gute Zusammenfassung vor allem folgende Punkte enthalten:

Was?Inhalte und Umsetzung
Wesentliche Aussagen/ZusammenfassungÜberblick über den Aufbau der Arbeit, Ergebnisse der einzelnen Kapitel (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 31)
Ergebnis: Antwort auf die ForschungsfrageErgebnisse und Forschungsfrage in Beziehung setzen: „Harmonie zwischen den aus dem Thema abgeleiteten Fragestellung(en) und den im Schlussteil ausgewiesenen Ergebnissen, die Antworten zu diesen Fragestellungen geben“ (Bänsch & Alewell 2013: 6)
Kritische WürdigungErgebnisse in Forschungskontext einordnen, Geltungsbereich kritisch einschätzen (vgl. Winter 2004: 76); selbstkritische Reflexion, Kritikpunkte, Fehlstellen und Beschränkungen (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 31)
Konsequenzen der Ergebnisse Schlussfolgerungen, offene Fragen (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 74), Vorschläge für weitere Forschung: „future research“ (vgl. Franck 2004: 199)
AusblickErgebnisse in die Zukunft projizieren, bevorstehende Entwicklungen skizzieren, Auswirkungen der Ergebnisse auf die Praxis (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 208)
Zu beachten: Generell blicken alle Teile aus I. auf Gewesenes zurück, allen voran die Zusammenfassung der Ergebnisse selbst (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 207). Der Ausblick in die Zukunft wird daher als variabler Teil des Summarys gehandelt (vgl. Rossig & Prätsch 2005:76) und es muss in Bezug auf das Thema abgewogen werden, ob es ratsam ist, diesen Ausblick zu geben.

Beispiele für das Summary & die Zusammenfassung

Hier nun Beispiele aus studentischen Arbeiten, um einen Überblick an Möglichkeiten sprachlicher Handlungen zu geben, wie man ein Summary bzw. eine Zusammenfassung schreibt (adaptiert von Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 115-17). Zunächst Teil I. des Summarys: Zusammenfassung der Ergebnisse, Schlussfolgerung und Beantwortung der Forschungsfrage.

Beispiel Summary und Zusammenfassung schreiben

Summary schreiben: Einschränkungen und Kritikpunkte der eigenen Arbeit aufzeigen, aber gleichzeitig begründen, welche wertvollen Ergebnisse die Arbeit trotz möglicher Schwachstellen bereithält.

Einschränkungen und Kritikpunkte beim Summary und Zusammenfassung schreiben
Tipp für das Summary und die Zusammenfassung der Bachelorarbeit: Vorschläge bieten, wie zukünftige Forschung an die präsentierten Ergebnisse anknüpfen kann, einen Ausblick anbieten, d. h. Prognose zukünftiger Entwicklungen geben, auf Basis der vorliegenden Ergebnisse.
Beispiele und Tipps für das Summary und Zusammenfassung schreiben

Wichtig: Es kann schon einmal vorkommen, dass eine empirische Studie nicht die erwünschten Ergebnisse zeigt bzw. aufgestellte Hypothesen nicht belegt werden können. Oder die Recherche fördert etwas zutage, was so nicht erwartet wurde.

Es gilt: Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis! Niemals sollten Sie versuchen, in der Zusammenfassung etwas zusammenzureimen, was die Analyse nicht gezeigt hat. Es mag sein, dass dies, wie Stickel-Wolf und Wolf anmerken, „nur wenige Leser ‚vom Hocker reiß[t]‘“ (2013: 207). Trotzdem kann es sehr nützlich sein zu wissen, wie man es NICHT macht: Auch das Falsifizieren einer Hypothese ist ein relevantes Ergebnis (vgl. Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 114).

Summary schreiben: Über das Α und Ω der wissenschaftlichen Arbeit

Das Summary als abgeschlossener Teil muss für sich alleine stehen können (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 31), also darf nicht nur die Wiederholung dessen sein, was im Hauptteil gesagt wurde. Dennoch ist das Summary ein Teil der Arbeit und wo ein Ende ist, da muss es auch einen Anfang geben. In der Einleitung wird das Thema vorgestellt und in diesem Zusammenhang werden Fragen (die Forschungsfrage und mögliche Unterfragen) aufgeworfen.

Die Zusammenfassung am Ende stellt den Rückbezug zu diesen Fragen her, welche im Hauptteil detailliert beleuchtet wurden. Daher bedingen sich Einleitung und Schluss, stehen also in einem direkten Verhältnis. Beide Teile „bauen nicht aufeinander auf, sondern stellen zwei verschiedene Blickrichtungen auf den Hauptteil dar“ (Brauner & Vollmer 2004: 121).

Tipp: Tatsächlich ist es für viele einfacher, zuerst den Hauptteil auszuarbeiten (selbstverständlich muss alles geplant, empirische Daten ausgewertet/interpretiert sein). Danach bietet es ich an, das Summary/die Zusammenfassung zu schreiben und wirklich erst ganz am Schluss die Einleitung.

Erst dann hat man einen Überblick über den Gesamttext, jetzt weiß man sprichwörtlich, „wo die Reise hingeht“ und kann sich gezielt dem Schreiben der Einleitung zuwenden, d. h. wie führe ich zum Thema hin und stelle die Forschungsfrage, damit eine Brücke zu den Ergebnissen geschlagen wird?

Beispiel zum Zusammenwirken von Einleitung und Summary bzw. Zusammenfassung

Thema: Die britische Nordirlandpolitik 1968-74 (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 143)

  • Einleitung: Die Analyse der Fehler in der britischen Nordirlandpolitik kann dazu beitragen, die Krise von einer historischen Perspektive zu analysieren.
  • Summary bzw. Zusammenfassung: Auch nach der Jahrtausendwende versucht man noch, neue Krisen mit veralteten Strategien zu bewältigen, obwohl schon früher bewiesen wurde, dass sie nicht tauglich sind.
Tipp: In der Korrekturphase sollten Sie sich Einleitung und Summary der Bachelorarbeit oder Masterarbeit direkt nacheinander durchlesen, um zu prüfen, ob die aufgeworfenen Fragen in der Einleitung auch im Summary beantwortet werden. Außerdem sollten Sie prüfen, ob beide Teile in sich abgeschlossen sind, um sicherzugehen, dass es kein Fragment ist und keine Kenntnisse vorausgesetzt werden, die erst im Hauptteil zum Tragen kommen (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 120).

Warum das Summary & die Zusammenfassung nie stiefmütterlich behandelt werden sollte

In der Tat wird das Summary & die Zusammenfassung von vielen unterschätzt. Viel Mühe wird investiert, um eine stichhaltige Argumentation im Hauptteil aufzubauen, auch werden Daten gekonnt präsentiert und nachvollziehbar interpretiert. Dann allerdings endet eine eigentlich gute Arbeit mit einem Summary bzw. einer Zusammenfassung, zwischen dessen Zeilen die lieblose Hast und die Ungeduld, endlich zum Ende zu kommen, geschrieben steht.

In Gedanken sieht man sich wohl schon von der Schreibtischqual erlöst und die letzten Sätze und Worte finden gerade noch so ihren Weg aufs Papier – eher schlecht als recht. Es scheint nicht jedem bewusst zu sein, dass gerade hier ein negativer Eindruck entstehen kann. Ein bleibender Eindruck, der auch die gelungene Argumentation im Hauptteil schmälern kann. Franck & Stary merken hier treffend an: „Was zuletzt gelesen wird, prägt sich meist nachhaltig ein. Lax formuliert: Das Gute nicht zuletzt, aber zuletzt immer etwas Gutes“ (2009: 156). Ein hervorragendes Summary kann die Schwächen im Hauptteil nicht wettmachen, dennoch wird eine schlechte Zusammenfassung am Ende auch einen negativen Gesamteindruck prägen.

Wichtig: Gute Planung ist alles! Auch für das Summary/die Zusammenfassung (genau wie die Einleitung) muss genug Zeit zur Verfügung stehen, damit es ohne Zeitdruck verfasst werden kann. Die Lektüre der letzten Seiten hat einen großen Einfluss auf das Gesamturteil (vgl. Franck 2004: 201). Machen Sie deutlich, welche neuen, wichtigen Erkenntnisse in dieser Arbeit gewonnen wurden. Sie sollten sich bewusst sein, auf welche Weise Ihr Leser an den Text herangeht: Er filtert das Wichtigste heraus, das heißt, was war Ihr Ziel, wurde es erreicht und falls ja, wie?

Was beim Schreiben des Summarys / Zusammenfassung vermieden werden muss

Nicht nur auf das „Was“ als Inhalt des Summarys und der Zusammenfassung kommt es an, sondern auch darauf, wie dieser Inhalt verpackt wird. Auf inhaltlicher Ebene gibt es vor allem ein Fettnäpfchen, in das man auf keinen Fall tappen sollte, nämlich das Einbringen neuer Ideen, die nicht Teil der bestehenden Argumentation im Hauptteil waren.

Denn es gilt, „zusammenfassend die im Hauptteil erarbeiteten Antworten/Ergebnisse (und nur diese!) bezüglich der im Einleitungsteil formulierten Fragen darzustellen“ (Rossig & Prätsch 2005: 76). Ganz konkret: NIEMALS neue Fakten und Inhalte heranziehen (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 31; Esselborn-Krumbiegel 2002: 143), vielmehr ergibt sich die Antwort auf die Forschungsfrage nur aus jenen Argumenten, welche im Hauptteil aufgebaut und ausdiskutiert wurden. Die folgende Checkliste zeigt auf, was es auf stilistischer Ebene unbedingt zu vermeiden gilt.

Checkliste: Stilistische Fehltritte beim Summary & Zusammenfassung schreiben

  1. Eigenbegutachtungen wie z. B.: Damit konnten wissenschaftlich wertvolle Ergebnisse erzielt werden oder Aus der lückenlos geschlossenen Argumentationskette ergab sich…; diese Beurteilungen stehen dem Gutachter zu (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 86).
  2. Langatmige Ausführungen und sinngemäße Wiederholungen von Passagen aus dem Hauptteil (vgl. Andermann, Drees & Grätz 2006: 87); denn das Summary fasst die Ergebnisse zusammen, aber bringt nie die ganze Arbeit in ein „Bonsai-Format“ (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 142).
  3. Appell an den Leser, die Forschung weiterzuführen, um damit die Dringlichkeit des Themas zu betonen (vgl. Winter 2004: 75); es wirkt aufgesetzt und die Relevanz des Themas wird so eher infrage gestellt.
  4. Flugblattstil mir reißerischen Formulierungen, z. B. letztendlich, selbstverständlich, es darf nicht vergessen werden, tragisch; in der Wissenschaft muss man neutral bleiben, auch wenn man über Zustände schreibt, die man für schlecht/falsch hält (vgl. Franck 2004: 200).
  5. Die eigene Leistung schmälern, B.: Diesem bescheidenen Vorsatz möchte ich mich in der Hoffnung, eine Tendenz darlegen zu können, anschließen; in einer Abschlussarbeit sollte man deutlich gemacht, gezeigt, belegt haben (vgl. Franck 2004: 201); Kritik zu üben, ist wichtig, aber es muss in einem Rahmen geschehen, damit der Leser nicht den Eindruck bekommt, es sei reine Zeitverschwendung, Ihre Arbeit zu lesen, da es keinen Erkenntnisgewinn gibt.

Tipp: Beim Korrekturlesen sollten Sie darauf achten, dass es weder Unterschüsse (unbeantwortete Fragen) noch Überschüsse (Antworten auf nicht gestellte Fragen) gibt. Daran können Sie erkennen, ob Ihre Zusammenfassung vollständig ist oder mehr Forschungsbedarf besteht (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 6), und natürlich auch, um sicherzustellen, dass sich keine neuen Gedanken eingeschlichen haben.

Summary & Zusammenfassung: Ende gut, alles gut

  • Das Summary bzw. die Zusammenfassung der Bachelorarbeit wird oft auch als Fazit, Resümee, Perspektive(n), Ausblick, oder Ergebnis(se) bezeichnet, alle Begriffe bedeuten aber im Kern dasselbe und stehen für die Zusammenfassung erzielter Ergebnisse der Arbeit.
  • Die Zusammenfassung beantwortet nicht nur die Forschungsfrage, sondern dient auch der Leserführung, ordnet die Arbeit in den Forschungskontext ein; ein kompetenter Autor besitzt ein gutes Verständnis der Gesamtzusammenhänge sowie die Fähigkeit zur Abstraktion.
  • Die Länge des Summarys wird im Verhältnis zur Gesamtlänge und Komplexität der Arbeit kalkuliert: Bei einer kurzen Hausarbeit sollte es etwa eine Seite lang sein, bei umfangreichen Abschlussarbeiten wie der Bachelorarbeit oder Masterarbeit etwa drei bis fünf Seiten.
  • Ein Summary bzw. eine Zusammenfassung dient dazu, einen kurzen Überblick über den Aufbau der Arbeit zu geben, sowie der Beantwortung der Forschungsfrage. Nach kritischer Abwägung von Stärken und Schwächen soll hier eine Schlussfolgerung geboten werden. Außerdem sollten Vorschläge für eine weitere Forschung enthalten sein und eventuell ein Ausblick in die Zukunft.
  • Einleitung und Zusammenfassung bedingen einander und müssen daher immer in Bezug zueinander stehen: Die Einleitung wirft Fragen auf, die zum Schluss im Summary wieder aufgegriffen und beantwortet werden.
  • Das Summary / Zusammenfassung darf nie unterschätzt und muss mit Sorgfalt verfasst werden, denn da es als Letztes gelesen wird, besitzt es das größte Potenzial, beim Leser einen nachhaltigen (negativen) Eindruck zu hinterlassen.
  • Niemals dürfen neue Gedanken, die nicht zuvor im Hauptteil diskutiert wurden, in das Summary miteinfließen.
  • Was die stilistische Ebene anbelangt: Die eigene Leistung sollte weder übertrieben gelobt (sachlich bleiben!) noch geschmälert werden; ausschweifende Wiederholungen des Hauptteils müssen genauso vermieden werden wie emotionsgeladene/reißerische Appelle an den Leser.

Quellennachweise

Andermann, Ulrich, Martin Drees & Frank Götz. 2006. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3. Aufl. Mannheim: Dudenverlag.

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Brauner, Detlef Jürgen & Hans-Ulrich Vollmer. 2004. Erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten – Seminararbeit Diplomarbeit Doktorarbeit. Sternenfels: Verlag Wissenschaft und Praxis.

Esselborn-Krumbiegel, Helga. 2002. Von der Idee zum Text – Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Franck, Norbert. 2004. Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag.

Franck, Norbert & Joachim Stary. 2009. Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens. 15. Aufl. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

Gruber, Helmut, Birgit Huemer & Markus Rheindorf. 2009. Wissenschaftliches Arbeiten – Ein Praxisbuch für Studierende. Wien: Böhlau Verlag.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Rossig, Wolfram E. & Joachim Prätsch. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus, Monika Prenner & Herbert Schwetz. 2014. Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. 3. Aufl. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Winter, Wolfgang. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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