Zustande kommen oder zustandekommen

20.02.24 Häufige Fehler bei der Getrennt- und Zusammenschreibung Lesedauer: 3min

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Für viele Studenten ist die Getrennt- und Zusammenschreibung häufig eine Fehlerquelle – gerade bei komplexeren Ausdrücken, welche mehrere Worte enthalten. Knifflig wird es auch bei der Entscheidung, ob Begriffe wie beispielsweise „zustande kommen“ oder „zustandekommen“ getrennt- oder zusammengeschrieben werden. Im Folgenden wird näher beleuchtet, wie die Phrase korrekt verwendet wird.

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Die richtige Schreibweise von „zustande kommen“

Die Phrase „zustande kommen“ ist eine Verbindung aus einem Verb („kommen“) und einem Substantiv („Zustand“). In dieser Kombination handelt es sich um eine Verbphrase, welche eine Handlung oder einen Vorgang beschreibt, bei dem etwas fertiggebracht oder erreicht wird. Es wird oft verwendet, um auf das Eintreten eines Ereignisses hinzuweisen.

Merke: Eine Verbphrase, auch als Verbalphrase bezeichnet, ist eine Gruppe von Wörtern, die in Kombination eine Handlung oder ein Ereignis beschreiben, das mit einem Verb in Verbindung steht.

Für den Ausdruck „zustande kommen“ gibt es zwei korrekte Schreibweisen, wobei die beiden Bestandteile „zustande“ und „kommen“ immer getrennt geschrieben werden müssen:

Richtige Schreibweise

zustande kommen

zu Stande kommen

Falsche Schreibweise

zustandekommen

 

Sowohl die Schreibweise „zustande kommen“ als auch die Schreibweise „zu Stande kommen“ ist richtig. Zu beachten ist hierbei, dass es sich bei „zustande kommen“ um die empfohlene Schreibweise handelt und du bei der alternativen Schreibweise „zu Stande kommen“ den Begriff „Stande“ großschreiben musst.

Beispiele: „zustande kommen“

  • Letztlich konnte eine Einigung zwischen den beiden Parteien zustande kommen.
  • Das Projekt konnte durch die finanzielle Unterstützung zustande kommen.
  • Trotz zahlreicher Herausforderungen ist die Veranstaltung zustande gekommen.

Beispiele: „zu Stande kommen“

  • Letztlich konnte eine Einigung zwischen den beiden Parteien zu Stande kommen.
  • Das Projekt konnte durch die finanzielle Unterstützung zu Stande kommen.
  • Trotz zahlreicher Herausforderungen ist die Veranstaltung zu Stande gekommen.

Sonderfall: Das „Zustandekommen“

Das Substantiv „Zustandekommen“ wird in der deutschen Sprache in der Regel verwendet, um das Eintreten oder die Realisierung einer Vereinbarung, eines Geschäfts, einer Entscheidung, eines Kompromisses oder eines Projekts zu beschreiben. Es handelt sich um eine gängige Formulierung, um auszudrücken, dass etwas erfolgreich abgeschlossen oder erreicht wurde. Hier sind einige Beispiele, in denen der Begriff „Zustandekommen“ verwendet werden kann:

Beispiele

  • Die Verhandlungen führten schließlich zum Zustandekommen eines Friedensabkommens.
  • Das Zustandekommen des Vertrags wurde bestätigt, als beide ihn unterzeichnet hatten.
  • Nach langen Verhandlungen erfolgte das Zustandekommen des Unternehmenskaufs.

Verwendest du das Nomen „Zustandekommen“, muss der Begriff zusammengeschrieben werden. Alle abweichenden Schreibweisen sind in diesem Fall falsch. Somit ist die Zusammenschreibung des Ausdrucks „zustande kommen“ nicht zwingend falsch, sie ist jedoch falsch, wenn du den Ausdruck als Verb verwendest.

Unterschied: „zustande kommen“ vs. „Zustandekommen“

Die Phrase „zustande kommen“ ist ein Verb, welches die Aktion oder den Prozess hinter dem Eintreten einer Handlung zu beschreiben, während das Substantiv „Zustandekommen“ sich auf den erfolgreichen Abschluss, also das erreichte Ergebnis bezieht.

Beispiele

  • Die Verhandlungen konnten erfolgreich zustande kommen. (Betont den Prozess)
  • Das Zustandekommen der Vereinbarung war ein Meilenstein. (Betont das Ergebnis)

Häufig gestellte Fragen

Nein, der Begriff „zustande kommen“ ist eine Verbindung aus zwei Worten und wird im allgemeinen Sprachgebrauch getrennt geschrieben.

Da „zustande kommen“ eine Verbphrase ist und innerhalb eines Satzes vorkommt, wird es in der Regel kleingeschrieben. Die Schreibweise „zu Stande kommen“ ist jedoch ebenfalls korrekt.

Der Unterschied besteht darin, dass „zustande kommen“ als Verbphrase den Prozess oder die Handlung des erfolgreichen Abschlusses beschreibt, während „Zustandekommen“ ein Substantiv ist, das auf das erreichte Ergebnis hinweist.

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