Mind Map – Definition, Erstellung & Einsatzbereiche

20.05.23 Weitere Forschungsmethoden Lesedauer: 5min

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Mind Map - 01

Zur Planung von Projekten müssen erst Konzepte erarbeitet und alle Gedanken und Ideen zusammengebracht werden, um letztlich eine fertige Strategie zu entwickeln. Um für Abhilfe zu sorgen, kann eine Methodik hinzugezogen werden, die dafür entwickelt wurde, um Gedanken und Ideen zu strukturieren und visualisieren: die Mind Map. Alles, was du zur Mind Map wissen musst, wird im Folgenden erklärt.

Mind Map „einfach erklärt“

Eine Mind Map ist eine selbst erstellte Abbildung und hilft dabei, anfangs unübersichtliche Ideen und Themen zu strukturieren. Sie beginnt in der Regel im Zentrum mit einem Hauptthema und verzweigt sich nach außen in die jeweils wichtigen Unterthemen. Mindmaps schaffen es, Gedanken bildlich darzustellen und unterstützen so den Lern- und Merkprozess.

Definition

Bei einer Mind Map wird die zentrale Thematik in die Mitte eines Stück Papiers, einer Pinnwand oder Benutzeroberfläche einer entsprechenden Software geschrieben. Vom Zentrum aus gehen Linien als Verzweigungen zu verwandten Begriffen ab. Im Grunde handelt es sich um Baumdiagramme, bei denen zusammenhängende Attribute über Äste miteinander verknüpft werden. Die Methode wurde von dem britischen Psychologen Tony Buzan erfunden und in den folgenden Jahren immer wieder weiterentwickelt, um heutzutage auch digitalisierte Mind Maps zu ermöglichen.

Diese Technik sollte den Anwender dazu befähigen, Logik und Ordnung in den eigenen Denkprozess zu bringen, wobei zugleich auch kreative Bereiche des Gehirns angesprochen werden. Die Mind Map dient somit der Visualisierung und Veranschaulichung von Gedanken zu einem Hauptthema, welches im Verlauf der Erstellung in weitere Unterthemen und dazugehörige Gedanken untergliedert wird. So kann die vernetzte Struktur eines Themas veranschaulicht werden.

Mind Map - Darstellung

Eine Mind Map ist ein grafisches Werkzeug, welches dazu dient, Gedanken, Konzepte, Zusammenhänge, Problemstellungen und alle weiteren Arten von Informationen strukturiert und übersichtlich zu visualisieren. Mit der Verwendung von ansprechenden Farben, Formen, Linien, Symbolen und Mustern sollen Themen gezielt veranschaulicht und dabei Denk- und Lernprozesse gefördert werden.

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Einsatzbereiche

Die Einsatzmöglichkeiten sind aufgrund der hohen Flexibilität vielfältig. Einige Möglichkeiten haben wir dir im Folgenden aufgelistet.

Schüler und Studenten können Mind Maps nutzen, um Lerninhalte zu strukturieren, Zusammenhänge zu verdeutlichen und das Gedächtnis zu verbessern. Lehrer können sie verwenden, um Unterrichtspläne zu erstellen oder komplexe Themen zu vermitteln.

Beispiel: Geschichtsunterricht

Darstellung der Merkmale einer bestimmten Epoche, wobei Hauptmerkmale als Unterbegriffe verknüpft werden.

In Unternehmen können sie bei der Strategieentwicklung, Projektplanung, Problemlösung, Koordination von Ressourcen, Identifizierung von Risiken, Entscheidungsfindung und Präsentation von Informationen eingesetzt werden.

Beispiel: Strategieentwicklung

Visuelle Darstellung von Hauptzielen, Teilzielen und entsprechenden Maßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung einer Strategie.

Beim Planen von Karrierezielen, der Identifizierung von Stärken und Schwächen und der Analyse von Fortbildungsmöglichkeiten können Mind Maps behilflich sein.

Beispiel: Erreichung beruflicher Ziele

Zur Planung der Erreichung beruflicher Ziele lassen sich Fähigkeiten, Erfahrungen und Weiterbildungsmöglichkeiten erfassen und miteinander verknüpfen.

Sie unterstützen beim Setzen von persönlichen Zielen, der Planung von Veranstaltungen oder der Organisation von Aufgaben und Terminen.

Beispiel: Projektplanung

Erstellung von To-Do-Listen und Verwaltung von Terminen zur Planung von persönlichen Projekten, wie z.B. einer Hochzeit.

Sie können zur Ideenfindung, beim Entwickeln von Lösungsansätzen und zur Förderung der Kreativität in Teams verwendet werden.

Beispiel: Produktinnovation

Zur Entwicklung eines neuen Produktes kann es notwendig sein, Ideen visuell zu erfassen, zu gruppieren und zu erweitern.

Mind Maps können verwendet werden, um komplexe Probleme zu analysieren und den besten Ansatz zur Problemlösung zu finden.

Beispiel: Fehlerbehebung

Bei fehlerhaften Ergebnissen einer Produktion kann eine Mind Map helfen, das Problem zu analysieren, Ursachen zu identifizieren und potenzielle Lösungen zu generieren.

Sie können zur Vorbereitung von Präsentationen, Vorträgen oder Workshops eingesetzt werden, um den Inhalt später klar und ansprechend zu vermitteln.

Beispiel: Präsentation einer Hausarbeit

Vorbereitung einer Präsentation mittels Sammlung der Hauptpunkte und deren Verzweigung zu Unterpunkten, Beispielen und Statistiken.

Mind Maps können zur Sammlung, Organisation und Visualisierung von Wissen eingesetzt werden, um Informationen leichter zugänglich und verständlich zu machen.

Beispiel: Wissensverzeichnis für die Abschlussarbeit

Erfassung und Organisation von wichtigen Quellen und Informationen in einem zentralen Wissensverzeichnis, welches verschiedene Bereiche sowie relevante Unterthemen verknüpft.

Mind Map erstellen in 5 Schritten

Im Folgenden zeigen wir dir, wie du Schritt für Schritt deine eigene Mind Map erstellen kannst:

1. Schritt: Hauptthema

Schreibe dein Hauptthema zentral auf ein Blatt oder platziere es in der Mitte eines Dokuments. Das Hauptthema ist der Kern deiner Darstellung.

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2. Schritt: Unterthemen

Überlege dir, welche Unterthemen zu deinem Hauptthema gehören und ordne die Unterthemen rund um das Hauptthema an.

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3. Schritt: Verbindungen

Zeichne Verbindungen von dem Hauptthema zu den Unterthemen. Zusätzlich kannst du jedem Unterthema eine eigene Farbe geben.

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4. Schritt: Unterthemen erweitern

Ergänze Begriffe, Gedanken, Ideen und Aspekte, die zu dem Unterthema gehören, und verbinde sie mit dem entsprechenden Unterthema.

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5. Schritt: Vervollständigen

Wiederhole die bisher erklärten Schritte, bis du alle wichtigen Aspekte eines Themas vollständig auf deiner Mindmap erfasst hast. Du kannst die einzelnen Unterthemen in verschiedenen Farben darstellen.

Mind-Map-erstellen-Schritt-5

Vergleich von Online-Tools

Die folgende Abbildung zeigt einen Vergleich der Funktionen von verschiedenen Mind-Map-Programmen.

Tool Funktionen
Mind-map-online
  • Kostenlos und browserbasiert
  • Einfache Bedienung dank intuitiver Benutzeroberfläche und Anleitung
  • Verschiedene Export- und Importmöglichkeiten
Mindomo
  • Plattformübergreifend und cloudbasiert
  • Echtzeit-Teamarbeit und Kollaboration möglich
  • Vielseitige Export- und Importmöglichkeiten
WiseMapping
  • Open-Source und kostenlos
  • Kollaborativ und cloud-unterstützt
  • Benutzerfreundlich und anpassbar

Es gibt auch kostenpflichtige Mind Map – Software mit erweiterten Funktionen und zusätzlichen Vorteilen. Diese Versionen bieten oft mehr Speicherplatz, erweiterte Exportfunktionen, mehr Anpassungsoptionen und mehr Unterstützung für Zusammenarbeit in Teams und Integration in andere Anwendungen.

Letztendlich hängt die Wahl zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Programmen von den individuellen Bedürfnissen ab. Wenn nur gelegentlich Mind Maps erstellt werden sollen, ist eine kostenlose Version möglicherweise ausreichend. Wenn jedoch häufig und intensiv damit gearbeitet wird, kann eine kostenpflichtige Version eine sinnvolle Investition sein.

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Häufig gestellte Fragen

Es handelt sich um eine visuelle Darstellung von Informationen, die ein zentrales Thema mit verwandten Ideen und Konzepten über verzweigte Äste verbindet. Sie fördert das Denken, Lernen und Organisieren von Informationen auf eine strukturierte und kreative Weise.

Im Zentrum notierst du das Hauptthema und drumherum die Unterthemen. Es werden relevante Begriffe und eventuell Abbildungen ergänzt sowie Verbindungen zwischen den Themen farbig gestaltet. Wiederhole diese Schritte, bis deine Mind Map vollständig ist.

Eine Mindmap macht Sinn, wenn man ein komplexes Thema strukturieren und visuell darstellen möchte, um einen Überblick zu erhalten und Zusammenhänge zu erkennen. Sie ist auch hilfreich bei der Ideensammlung und beim Brainstorming, da sie kreatives Denken fördert und die Erinnerung unterstützt.

Mind Maps werden in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, so unter anderem auch in Bildung, Arbeitswelt und für die persönliche Organisation.

Es gibt zahlreiche Tools, die verschiedene Versionen mit unterschiedlichen Funktionen und Speicheroptionen anbieten. Mind-Map-Online, WiseMapping und Mindomo sind Beispiele für frei zugängliche Optionen.