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INHALTSVERZEICHNIS VORLAGEN | Anleitung für die Bachelorarbeit & Hausarbeit

Inhaltsverzeichnis für Bachelorarbeit und Hausarbeit - Muster und Beispiele

Prolog zum Inhaltsverzeichnis

Eine wissenschaftliche Arbeit, von der Hausarbeit bis hin zur Bachelorarbeit, die zur Benotung eingereicht werden und dafür entweder gedruckt und geheftet oder gedruckt und gebunden werden muss, punktet natürlich nicht nur rein auf der Inhaltsebene. Auch die formalen Vorgaben müssen eingehalten werden, was Formatierung, Nummerierung, ein einheitlich gestaltetes Literaturverzeichnis sowie Zitation im Text anbelangt. So ist neben dem ordentlich gestalteten Deckblatt (hier können verschiedene Lehrstühle unterschiedliche Vorgaben haben) auch ein gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis Pflicht.

Schließlich muss dem Leser/dem Betreuer gleich von Anfang an präsentiert werden, wie die Arbeit strukturiert ist. Ein schön gestaltetes und transparent gegliedertes Inhaltsverzeichnis für die Hausarbeit oder Bachelorarbeit vermittelt einen ersten positiven Eindruck (ist dieser negativ, dann ist es nicht immer so einfach, dies im Laufe der Arbeit wieder gerade ins Gegenteil zu kehren).

In erster Linie zeigt sich hier eines, nämlich dass Sie wissen was Sie tun beziehungsweise getan haben, und der Leser nicht (genauso wie Sie) im Chaos versinkt wenn er die Arbeit liest. Ohne ein Inhaltsverzeichnis sind längere Arbeiten ohnehin schwer nachzuvollziehen. Doch was gibt es beim Erstellend es Inhaltsverzeichnisses zu beachten?

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Inhaltsverzeichnis Vorlagen: Tipps zur Formatierung & Gestaltung der Bachelorarbeit

Tipp 1: Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen sind „Gliederungs-Nummern und die ersten Buchstaben der Überschriften […] nach Gliederungsebenen einzurücken und an vertikalen Fluchtlinien auszurichten“ (Rossig & Prätsch 2005: 91), denn nur so werden Hierarchieebenen von über-und untergeordneten Punkten deutlich; vgl. hierzu Vorlage 1.1 und 1.2.

Vorlage Inhaltsverzeichnis 1.1

Vorlage Inhaltsverzeichnis 1.1 klein
(adaptiert von Rossig & Prätsch 2005:VI-XI)

Vorlage Inhaltsverzeichnis 1.2

Vorlage Inhaltsverzeichnis 1.2 klein
(adaptiert von Rossig & Prätsch 2005:VI-XI)

Tipp 2: Elemente außerhalb des Textes, welche in das Inhaltsverzeichnis mitaufgenommen werden müssen, erhalten keine Ordnungsziffer und werden nur linksbündig mit aufgenommen (vgl. Theisen 2013: 210), dazu gehören verschiedene Verzeichnisse wie Abkürzungs-, Symbol-und Darstellungsverzeichnis sowie der Anhang und das Quellenverzeichnis, aber auch das Vorwort.

Vorlage Inhaltsverzeichnis 2

Elemente ohne Ordnungsziffer im Inhaltsverzeichnis klein

(adaptiert von Bänsch & Alewell 2013: 92)

Vorlage Inhaltsverzeichnis 3

Vorlage 3-Muster Inhaltsverzeichnis klein

(adaptiert von Rossig & Prätsch 2005: 92)

Tipp 3: Die Überschriften der einzelnen Abschnitte müssen informativ formuliert sein aber trotzdem knapp gehalten werden (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 252) und hinter Überschriften steht nie ein Satzzeichen (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 90); siehe auch Blogbeitrag Gliederung

Tipp 4: Der Textteil der Arbeit muss natürlich mit Seitenzahlen versehen werden: „Der freie Raum zwischen dem letzten Wort in jeder Zeile kann in einem Inhaltsverzeichnis bis zur Seitenangabe horizontal mit Punkten aufgefüllt werden“ (Theisen 2013: 211), dies erleichtert dem Leser die Übersicht.

Vorlage  Inhaltsverzeichnis 4

Lesefreundlichkeit durch Punkte im Inhaltsverzeichnis erhoehen klein

(adaptiert von Samac, Prenner & Schwetz 2009: 59)

Tipp 5: Es müssen mindestens zwei Unterpunkte sein, ansonsten ist der Unterpunkt an sich überflüssig: „ Gibt es ein Unterkapitel ‚3.1‘ oder ‚3 a‘, muss auch ein ‚3.2‘ oder ‚3 b‘ folgen“ (Andermann, Drees & Grätz 2006: 85).

Hinweis: Bei Dissertationen bzw. längeren Arbeiten kann dem Inhaltsverzeichnis auch eine Inhaltsübersicht beigefügt werden, d.h. nur die Hauptkapitel mit Seitennachweis werden abgedruckt (vgl. Theisen 2013: 211).
Tipp: Aus Gründen der Übersichtlichkeit kann im Inhaltsverzeichnis die Seitenangabe für die tiefste Gliederungsebene entfallen um zu vermeiden, dass praktisch identischen Seitenangaben für mehrere Gliederungspunkte aufeinanderfolgen (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 90). Allerdings gilt es hier zu bedenken, dass sehr kurze Abschnitte nur bei kleineren Arbeiten wie der Hausarbeit üblich sind und eine zu tiefe Untergliederung auch nicht mehr übersichtlich ist.

Zu beachten: Die Erstellung des Inhaltsverzeichnisses soll auch als Kontrollmöglichkeit dienen, um zu sehen ob die verschiedenen Punkte auch der richtigen Ordnungsstufe zugewiesen wurden und ja nach Wichtigkeit der Punkte auch die Seitenanzahl die ihnen gewidmet wurde im Verhältnis ist (vgl. Theisen 2013: 211). Schließlich muss unbedingt vermieden werden, dass beispielsweise ein Punkt der in der Gliederung auf der dritten oder vierten Ebene liegt eine größere Anzahl von Seiten füllt wie ein Punkt auf der zweiten Ebene. Zeigt das Inhaltsverzeichnis ein gewisses Ungleichgewicht an, muss sofort die Logik des eigenen Gedankengangs in Abstimmung auf die Forschungsfrage geprüft werden.

Gehaltvoll statt inhaltsleer: Was ein gutes Inhaltsverzeichnis der Bachelorarbeit ausmacht

Da das Inhaltsverzeichnis den Textseiten vorausgeht und so das erste ist, das gelesen wird muss man sich das folgende vor Augen halten: „Seien Sie sich dessen bewusst, dass das Inhaltsverzeichnis die „Visitenkarte“ Ihrer Arbeit ist. Es hat den logischen Aufbau der Bachelorarbeit oder Hausarbeit widerzuspiegeln und muss auch eine erste größere Information über den Inhalt Ihrer Bachelorarbeit gestatten“ (Samac, Prenner & Schwetz 2009: 58). Somit ist es viel mehr, als nur eine Auflistung aller Überschriften, es muss in sich geschlossen sein und der roten Faden erkennbar (vgl. Andermann, Drees & Grätz 2006: 85).

Wichtig: Auch in die Beurteilung fließt der Aufbau des Inhaltsverzeichnisses mit ein, da sich hier zeigt ob eine Bachelorarbeit oder Hausarbeit gut strukturiert ist und ob die Arbeit hält was das Inhaltsverzeichnis verspricht (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 52).

Außerdem steht das Inhaltsverzeichnis in sehr engem Zusammenhang mit der Gliederung, denn es „ist der materialisierte Abdruck der zeitlich früher erstellten bzw. überarbeiteten Gliederung […]. Ist diese gut gelungen, dann können bei der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses fast nur noch formale Fehler unterlaufen“ (Stickel-Wolf & Wolf 2013: 250). Das Inhaltsverzeichnis bildet also die Gliederung ab und dies sollte auch formal schön und übersichtlich sein um die logische Struktur zu betonen.

Eine ersten groben Überblick, welche Bestandteile ein exemplarisches Inhaltsverzeichnis enthalten sollte geben Samac, Prenner & Schwetz (2009: 58):

  1. Problemstellung/Problemaufriss bzw. Einführung in die Problematik, erhält immer den Gliederungspunkt 1
  2. Alle Überschriften der Kapitel
  3. Alle Überschriften der Unterkapitel bzw. der tiefer liegenden Ebenen
  4. Zusammenfassende Darstellung der Arbeit
  5. Literaturverzeichnis
  6. Anhang
  7. Gegliederte Teile des Anhangs

Weil es die Mühe wert ist: Das Inhaltsverzeichnis gestalten und formatieren

Alle geschriebenen Textseiten der wissenschaftlichen Arbeit werden durchnummeriert, und die Aufgabe des Inhaltsverzeichnisses der Bachelorarbeit oder Hausarbeit ist es, „alle Bestandteile einer Arbeit und deren Position im Text nach[zu]weisen, die durch eine Seitenzahl ausgewiesen wird; ein Inhaltsverzeichnis ohne Seitenangaben ist unbrauchbar“ (Theisen 2013: 210). Die erklärt sich natürlich von selbst: der Leser soll die Möglichkeit schnell verschiedene Abschnitte Ihrer Arbeit nachschlagen zu können; dazu müssen die Seitenzahlen die im Inhaltsverzeichnis stehen natürlich mit denen im Text übereinstimmen.

Tipp: Oertner, St. John & Thelen empfehlen für die Überarbeitung der Arbeit bei der Layoutprüfung darauf zu achten, inwiefern Kapitelnummerierungen und Seitenzahlen korrekt sind sowie sich zu vergewissern, dass die Angaben im Inhaltsverzeichnis mit dem Text übereinstimmen (vgl. 2014: 148).

Das Inhaltsverzeichnis umfasst nicht nur die Gliederung, selbst wenn diese das Kernstück bildet, sondern auch „alle Vortexte, der Anhang und sämtliche Verzeichnisse müssen ausnahmslos im Inhaltsverzeichnis erfasst werden: Aus diesem Grund sollte ein Inhaltsverzeichnis unmittelbar nach dem Titelblatt stehen“ (Theisen 2013: 210).

Zu beachten: Die ehrenwörtliche Erklärung ist nicht Teil des Inhaltsverzeichnisses! (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 90).

Das Inhaltsverzeichnis der Bachelorarbeit oder Hausarbeit muss natürlich alle Überschriften genauso enthalten, wie sie in der Arbeit verwendet werden (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2009: 58), dementsprechend darf es auch keine Gliederungspunkte im Text geben, welche nicht in das Inhaltsverzeichnis mitaufgenommen wurden (vgl. Theisen 2013: 210). Dies ständig zu prüfen beziehungsweise am Ende den Überblick zu behalten ist gerade bei längeren Arbeiten eine sehr zeitintensive Aufgabe. Daher sollten Inhaltsverzeichnisse am besten nie manuell sondern immer mit Hilfe des Textverarbeitungsprogramms erstellt werden, damit das Programm Änderungen von Überschriften und Seitenzahlen automatisch für Sie aktualisiert (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 252).

Weitere Muster für das Inhaltsverzeichnis der Hausarbeit & Bachelorarbeit

Muster Inhaltsverzeichnis 1

Muster Inhaltsverzeichnis Hausarbeit klein1

(adaptiert von Winter 2004: 24)

Muster Inhaltsverzeichnis 2

Muster Inhaltsverzeichnis Bachelorarbeit klein
(adaptiert von Gruber, Huemer & Rheindorf 2009: 94)

Fazit

  • Das Inhaltsverzeichnis ist die „Visitenkarte“ der Bachelorarbeit oder Hausarbeit und soll einen schnellen Überblick über den logischen Aufbau der Arbeit geben
  • Das Inhaltsverzeichnis bildet die Gliederung ab und auch der roten Faden soll deutlich sichtbar sein; ist ein gewisses Ungleichgewicht zu erkennen (gleich wichtige Punkte unterscheiden sich stark in der Seitenanzahl die sie umfassen), deutet dies auf Schwachstellen in der Logik der Gliederung hin
  • Das Inhaltsverzeichnis steht direkt nach dem Titelblatt und enthält neben der Gliederung auch sämtliche Verzeichnisse (diese erhalten aber keine Klassifizierungsnummer)
  • Die im Inhaltsverzeichnis angegeben Überschrift sowie die Seitenzahl muss mit den Überschriften und Seitenzahlen im Text übereinstimmen
  • Es empfiehlt sich, das Inhaltsverzeichnis von einem Textverarbeitungsprogramm erstellen zu lassen, damit es einfacher aktualisiert werden kann und keine Fehler unterlaufen
  • Das Inhaltsverzeichnis muss sorgfältig und übersichtlich gestaltet werden, da es der ersten Eindruck Ihrer Arbeit ist, den der Leser/der Betreuer bekommt (siehe Formatierungs-und Gestaltungstipps)

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Quellennachweise

Andermann, Ulrich, Martin Drees & Frank Götz. 2006. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3. Aufl. Mannheim: Dudenverlag.

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Gruber, Helmut, Birgit Huemer & Markus Rheindorf. 2009. Wissenschaftliches Arbeiten – Ein Praxisbuch für Studierende. Wien: Böhlau Verlag.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8.Aufl. Wien: Facultas.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Rossig, Wolfram E. & Joachim Prätsch. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus, Monika Prenner & Herbert Schwetz. 2009. Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Winter, Wolfgang. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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