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BAföG Antrag abgelehnt? ~ 4 typische Fehler!

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BAföG Antrag

Der BAföG-Antrag gehört wohl zu den nervigsten bürokratischen Vorgängen, denen sich Studenten in Deutschland ausgesetzt sehen. Dabei ist BAföG die schlauste Art, sein Studium zu finanzieren.

Damit Ihr BAföG-Antrag nicht in einem Trauma endet, haben wir die vier häufigsten Fehler, die Studenten beim Beantragen von BAföG machen, zusammengefasst. Wenn diese Fehler vermieden werden, sind Sie einem positiven BAföG-Bescheid schon ein gutes Stück näher gekommen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Nachweise, die Sie beim BAföG-Antrag vorlegen müssen. Ob Sie die wesentlichen Voraussetzungen für BAföG mitbringen, zeigen wir Ihnen anhand einer Video-Erklärung.

BAföG-Antrag – Fehler 1: Gar kein BAföG beantragen

BAföG ist ein zinsloser Studienkredit für Menschen in Erstausbildung. Ein solches Darlehen in Anspruch zu nehmen, hat keinerlei Nachteile, außer vielleicht ein wenig Zeitaufwand für den BAföG-Antrag selbst, der sich jedoch mit der entsprechenden BAföG-Hilfe auf ein Minimum reduzieren lässt.

Hinweis: Sollte Ihr BAföG-Antrag bewilligt werden, stehen Ihnen bis zu 735 € BAföG-Höchstsatz monatlich zu, von denen maximal die Hälfte in frühestens fünf Jahren nach Ende Ihrer Regelstudienzeit in kleinen Raten zurückgezahlt werden muss.

Das Schlimmste, was Ihnen also passieren kann, ist, dass Sie während des Studiums ein paar Euro mehr im Portemonnaie und deshalb mehr Zeit fürs Studium haben.

Sollte Ihr BAföG-Antrag abgelehnt werden, können Sie mit dem Ablehnungsbescheid Wohngeld beantragen. Sie können also nur gewinnen! Selbst, wenn Sie nicht ganz sicher sind, ob Sie die BAföG-Voraussetzungen erfüllen.

BAföG-Antrag – Fehler 2: BAföG zu spät beantragen

BAföG kann nicht rückwirkend bewilligt werden. Der frühestmögliche Förderungszeitpunkt ist der Monat, in dem Ihr BAföG-Antrag beim Amt eingeht. Wenn Ihr Studium also im Oktober beginnt und Sie Ihren BAföG-Antrag erst am 1. November beim BAföG-Amt abgeben, haben Sie schon bis zu 735 € verschenkt.

Das gilt übrigens auch für Folgeanträge, wenn Ihr BAföG z. B. bis zum 30.03. bewilligt wurde und Sie den Weiterförderungsantrag erst im Mai abgeben. Den Anspruch für April haben Sie damit bereits verloren.

Wichtig: Zur Wahrung der Antragsfrist muss Ihr Antrag nicht vollständig sein. Angaben und Nachweise können im Zweifelsfall nachgereicht werden. Also lieber am 30. März einen unvollständigen Folgeantrag abgeben als am 2. Mai einen vollständigen.

Die Bearbeitung Ihres BAföG-Antrags dauert von Amts wegen ca. sechs bis acht Wochen, manchmal auch länger. Um eine nahtlose Auszahlung zu gewährleisten, sollten Sie für das Sommersemester spätestens im Februar BAföG beantragen. Für das Wintersemester sollten Sie sich bereits im Juli um Ihren BAföG-Antrag kümmern.

BAföG-Antrag – Fehler 3: BAföG-Formulare unvollständig ausfüllen

BAföG-Anträge nicht vollständig auszufüllen, ist meist keine böse Absicht, kommt aber sehr häufig vor und führt definitiv zu unnötig langen Bearbeitungszeiten. Um ganz sicherzugehen, dass Ihnen das nicht passiert, tragen Sie unbedingt in jede Zeile der BAföG-Formulare etwas ein, auch wenn es nur eine 0,- ist.

Achtung: Und vergessen Sie nicht, alle Formblätter zu unterschreiben! Oftmals verzögert sich die Bearbeitungszeit unnötige lange, nur weil Unterschriften fehlen. Lesen Sie sich alle Formulare und Formblätter genau durch und setzen Sie Ihre Unterschrift in alle vorgesehenen Felder.

BAföG-Antrag – Fehler 4: Fehlende Nachweise

Auch wenn Nachweise zu Ihrem BAföG-Antrag jederzeit nachgereicht werden können, sollten Sie das nur nutzen, wenn es nicht anders geht. Trotzdem sollten Sie Ihren Antrag nicht aufschieben, auch wenn Ihnen Ihre Immatrikulationsbescheinigung vor Semesterstart noch nicht ausgestellt werden kann.

Tipp: Stellen Sie den BAföG-Antrag auch, wenn Sie nicht alle Nachweise erbringen können. Die Antragsstellung ist der erste wichtige Schritt. Die Vollständigkeit der Nachweise der zweite.

Die wichtigsten Nachweise für den BAföG-Antrag

  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Mietvertrag oder Meldebescheinigung (Erstantrag oder Umzug)
  • Einkommensnachweise Ihrer Eltern aus dem vorletzten Kalenderjahr (am besten der Steuerbescheid)
  • Ausbildungsnachweise Ihrer Geschwister
  • Kontostand Girokonto, Sparbuch, Wertpapiere, Lebensversicherungen etc.

Zusätzliche Nachweise werden in bestimmten Lebenssituationen verlangt wie z. B. Geburtsurkunde und Meldebescheinigung Ihrer Kinder, Einkommensnachweise Ihres Ehegatten oder eine Studienverlaufsplanung.

Habe ich überhaupt eine Chance beim BAföG-Antrag?

Nicht alle Studenten kommen in den Genuss der staatlichen Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Die Gründe sind vielfältig. Der häufigste Grund, warum Ihr BAföG-Antrag abgelehnt werden könnte, ist das Einkommen Ihrer Eltern.

Es lohnt also, sich vorher schlau zu machen, welche wesentlichen Gründe einen BAföG-Antrag scheitern lassen könnten. Das folgende Video zeigt Ihnen, ob Sie gute Voraussetzungen für einen Anspruch auf BAföG haben.

Checken Sie Ihren BAföG-Anspruch

Professionelle Hilfe beim BAföG-Antrag

Sollten Sie Hilfe beim BAföG-Antrag brauchen, können wir Ihnen den Online-Service von StudierenPlus empfehlen. Hier werden Sie sowohl bezüglich verschiedener Finanzierungsstrategien wie BAföG, Wohngeld und ALG II für Studenten beraten als auch beim Ausfüllen der Antragsformulare unterstützt. Dabei wird Ihre individuelle Lebenssituation wie Studium mit Kind, ohne Abitur oder über die Regelstudienzeit hinaus berücksichtigt.

Ihre Anträge werden vor dem Abschicken auf Plausibilität und Vollständigkeit überprüft, um Ihre Chance auf einen positiven Bescheid und eine schnelle Antragsbearbeitung zu unterstützen.

Sollte Ihr Antrag beim Amt nicht korrekt bearbeitet werden, greifen auf Wunsch die kooperierenden Fachanwälte von StudierenPlus ein und helfen Ihnen, ohne zusätzliche Kosten Ihr Recht durchzusetzen.

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