Bei Bestellung innerhalb: 12 Std 46 Min
Schnellste Lieferung bis Fr, 09.12.16
Kostenlose Beratung0800 - 777 21 00

Das Masterstudium – Aufbau, Abschlüsse, Vor- und Nachteile

Das Masterstudium - Aufbau und Abschlüsse

In diesem Beitrag erhalten Sie wichtige Informationen zum Masterstudium. Es wird auf die historische Entstehung des Masterstudiums unter der Entwicklung des Bologna-Prozesses innerhalb der EU eingegangen und der Aufbau des Masterstudiums genauer betrachtet.

Des Weiteren wird das Credit-Points-System im Masterstudium verständlich aufgeschlüsselt und es werden die Master-Abschlüsse nach Fachrichtungen gegliedert. Darüber hinaus werden relevante Vorteile und Nachteile des Masterstudiums aufgelistet und auf die Möglichkeiten eines Folgestudiums eingegangen. Am Ende des Beitrages werden weitere interessante Zahlen und Fakten zum Masterstudium veranschaulicht.

Hintergrund und Geschichte zum Masterstudium

Bologna: Das Masterstudium für das deutsche Bildungssystem ging aus dem Bologna-Prozess im Jahre 1999 hervor. Es ist Teil eines dreistufigen Systems (Bachelor, Master, Doktor) und folglich das Aufbau- bzw. Vertiefungsstudium zum Bachelorstudium.[1][2] Der Bologna-Prozess wird aktuell in 47 Ländern durchgeführt und hat das Ziel, einen europäischen Hochschulraum, auch EHEA (European Higher Education Area) genannt, zu schaffen. Das neue Bildungssystem soll vergleichbar, kompatibel und kohärent innerhalb der beteiligten EHEA-Länder sein.[3]

Das-Masterstudium-durch-Bologna-Prozess-und-die-47-EHEA-countries

Quelle, EHEA, 2016

Um den Fortschritt des Bologna-Prozesses zu messen und voranzutreiben, tagt die Ministerkonferenz alle drei Jahre. Im Jahr 2018 findet die nächste Ministerkonferenz in Frankreich statt. Den aktuellen Umsetzungsbericht erhalten Sie im unterhalb aufgeführten Download.[4]

Download: Bologna Process – Implementation Report 2015  

Mit dem Bologna-Prozess sollen unter anderem eine bessere Vergleichbarkeit bei den Hochschulabschlüssen, die Bildungsqualität und die Mobilität der Studierenden innerhalb der EU gefördert werden. Der Bologna-Prozess geht auf die Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum innerhalb der EU zurück.[5]

Aufbau des Masterstudiums

Zugangsvoraussetzung: Die Zulassungsvoraussetzung für ein Masterstudium ist ein erfolgreicher Bachelor-Abschluss. Bei den Masterstudiengängen können Studierende entscheiden, ob sie ihr Wissen aus dem Bachelorstudium erweitern bzw. vertiefen oder ein Masterstudium in einem anderen Studienfach ablegen möchten.[6]

Allerdings gibt es zulassungsbeschränkte und zulassungsfreie Masterstudiengänge. Ist das Interesse an einem Masterstudium höher als das Angebot, wird über den Numerus Clausus (NC) des Bachelorabschlusses die Zulassung beschränkt. Die Bewerber mit den besten Notendurchschnitten bekommen zuerst die begehrten Plätze.[7]

Tipp: Auf dem Hochschulportal Hochschulkompass erhalten Sie Informationen darüber, ob Ihr Wunschstudiengang eine örtliche Zulassungsbeschränkung aufweist oder zulassungsfrei ist

Bildungsinstitut: Masterstudiengänge können an Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten erworben werden. Masterstudiengänge können von Inhabern eines ersten berufsqualifizierten Bachelorabschlusses auch dann begonnen werden, wenn die Hochschule bzw. Universität keine entsprechenden Bachelorstudiengänge anbietet.[8]

Dauer Masterstudium: Ein Masterstudium dauert in der Regel 2-4 Semester (1-2 Jahre).[6] Bei einem konsekutiven (aufeinanderfolgenden) Vollzeitstudium (Bachelor + Master) beträgt die komplette Regelstudienzeit üblicherweise 10 Semester (5 Jahre).[8] Die unten aufgeführte Abbildung zeigt die komplette Studiendauer mit einem Bachelor- und anschließend einem konsekutiven Masterstudium im Vergleich zu dem früheren Vordiplom und Diplomstudium.

Dauer für das Masterstudium

Abweichend von dieser Aufstellung ist die ECTS-Vergabe bei einem dualen Bachelorstudium, gefolgt von einem dualen Masterstudium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Mit einem Bachelorabschluss an der DHBW werden dem Absolventen bereits nach sechs Semestern 210 ECTS angerechnet, da ein Teil der Studienleistung während der Praxisphasen erbracht wird (Integration von theoretischen und praktischen Inhalten) und dafür zusätzliche 30 ECTS angerechnet werden.[9] Dementsprechend werden für das Masterstudium nur noch 90 ECTS benötigt. Die Regelstudienzeit für das Masterstudium bleibt allerdings bei vier Semestern bzw. zwei Jahren gleich.[10]

Bachelorarbeit drucken online

Credit-Point-System im Masterstudium

Durch das ECTS-System (European Credit Transfer System) wird die Hochschulbildung in Europa innerhalb der EHEA-Länder vergleichbar gemacht. Zudem fördert es die Anerkennung und Transparenz der Studienleistung. Im Credit Point System werden die Lernergebnisse und das dazugehörige Arbeitspensum in Leistungspunkten im Masterstudium ausgedrückt. Das Arbeitspensum wird in der Regel mit 1.500-1.800 Stunden pro Hochschuljahr berechnet. Ein Credit Point wird für den Workload von 25-30 Stunden vergeben. [11]

Beispiel:

Wenn für eine Master-Klausur 4 ECTS vergeben werden, dann wurde der Workload (Vor- bzw. Nachbereitung der Vorlesung und Prüfungsvorbereitung) mit 100-120 Stunden berechnet.

ECTS im Master Studium:

– Für den Masterabschluss werden insgesamt mit dem vorausgehenden Studium mindestens 300 ECTS benötigt.

– Für die Bearbeitung der Masterarbeit werden 15-30 ECTS vergütet.[8]

Master-Abschlüsse und Fächergruppen

Die ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung der Masterstudiengänge wurden im Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10.10.2013 festgelegt. Die Anzahl der Masterabschlüsse wurde bewusst gering gehalten, um für Transparenz und Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Es wurden folgende Master-Abschlüsse und deren Fächergruppen definiert:[8]

FächergruppeBezeichnung Master-Abschluss
Mathematik,
Naturwissenschaften,
Medizin,
Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften
Master of Science (M. Sc.)
Kunstwissenschaft,
Sozialwissenschaft,
Sprach- und Kulturwissenschaften,
Sport, Sportwissenschaft
Master of Arts (M. A.)
WirtschaftswissenschaftenMaster of Arts (M. A.)
Master of Science (M. Sc.)
RechtswissenschaftenMaster of Laws (LL. M.)
IngenieurwissenschaftenMaster of Science (M. Sc.)
Master of Engineering (M. Eng.)
LehramtMaster of Education (M. Ed.)
MusikMaster of Music (M. Mus.)
Freie KunstMaster of Fine Arts (M. F. A.)
Künstlerisch angewandte Studiengänge,
darstellende Kunst
Master of Arts (M. A.)

Das Statistische Bundesamt gibt Transparenz über die Verteilung der Studenten nach Fächergruppen pro Wintersemester in Deutschland. Die größten Fächergruppen sind die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.[12]

Aufteilung Studierende im Masterstudium nach Fächergruppen

Quelle, Statistisches Bundesamt 2016

Masterstudium – Vorteile/Nachteile

In der unten aufgeführten Tabelle wurden die wesentlichen Vorteile und Nachteile eines Masterstudiums zusammengetragen. Die aufgeführten Punkte sind eine subjektive Betrachtung von BachelorPrint. Allerdings basieren diese Vor- und Nachteile auf eigenen Erfahrungen (akademisches BachelorPrint-Team) und wurden von zahlreichen Studenten an uns herangetragen. Die Tabelle soll den Bacheloranden eine hilfreiche Entscheidungsgrundlage für den Schritt in ein Masterstudium geben.

Vorteile MasterstudiumNachteile Masterstudium
- Hoch qualifizierter und international anerkannter Hochschulabschluss- Die Studienzeit wird um bis zu 2 Jahre verlängert. Unter Betrachtung der Amortisationskosten rentabel?
- Direkteinstiege in überdurchschnittlich bezahlte Stellen- Eventuell Kosten zwischen 10.000-15.000 € bei einem Fernstudium, privaten oder dualen Hochschulen
- Erhöhte Chance, in ein Trainee-Programm aufgenommen zu werden- Schwierige Aufnahmeprüfungen oder erhöhter NC für eine Zulassung
- Vertiefte und umfassende Kenntnisse auf einem Spezialgebiet – man wird „Meister“ auf einem Gebiet.

Folgestudium bzw. Anschlussstudium an das Masterstudium

Promotion: Die Promotion ist in der Regel die letzte Stufe des dreistufigen Bildungssystems (Bachelor/Master/Doktor). Mit dem erfolgreichen Master-Abschluss bzw. der Master-Graduierung kann die Promotion begonnen werden.[1][8] 

Wichtige Daten und Fakten zum Masterstudium

In Deutschland studierten zum Wintersemester 2014/2015 2.698.910 Personen.[12] Der Anteil der Masteranden beläuft sich auf 437.777 Studenten, was ca. 16 % aller Studierenden entspricht.

StudiengängeAnzahl Studierende in Deutschland zum WiSe 2014/2015
Masterstudium437.770
Bachelorstudium1.565.162
Übrige Studiengänge695.978
Gesamt2.698.910

Quelle, Statista 2016

Die Abbildung verdeutlicht die Entwicklung der Anzahl der Studenten in den jeweiligen Bachelor-, Master- und anderen Studiengängen seit 1999 in Deutschland.[13]

Anzahl Master-Studenten zum Wintersemester 2014-2015

Quelle: Statista 2016

Jetzt auf Facebook folgen und keinen Artikel mehr verpassen!

Quellennachweise

1. European Higher Education Area, Qualification frameworks/Degree structures, abgerufen am 02.02.2016.

2. European Higher Education Area, A Framework for Qualifications of the European Higher Education Area – background report 2005 pdf, abgerufen am 02.02.2016.

3. European Higher Education Area, Bologna Process – Implementation Report 2015 pdf, abgerufen am 03.02.2016.

4. European Higher Education Area, How does the Bologna Process work? pdf, abgerufen am 10.02.2016.

5. EUR-Lex, Bologna-Prozess: Schaffung eines Europäischen Hochschulraums, abgerufen am 28.01.2016.

6. Bundesministerium für Bildung und Forschung, Ausbildung oder Studium? pdf, abgerufen am 30.01.2016.

7. Hochschulstart-Stiftung für Hochschulzulassung, Zulassungsbeschränkung erkennen, abgerufen am 03.03.2016.

8. Kultusminister-Konferenz, Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen – Beschluss vom 10.10.2003 in der Fassung vom 04.02.2010, abgerufen am 29.01.2016.

9. Duale Hochschule Baden-Württemberg, Informationen für Studieninteressierte, abgerufen am 30.01.2016.

10. Duale Hochschule Baden-Württemberg, Studienorganisation des dualen Masterstudiums, abgerufen am 15.03.2016.

11. Europäische Kommission, Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS), abgerufen am 31.03.2016.

12. Statistisches Bundesamt, Studierende insgesamt nach Fachrichtungen, abgerufen am 01.03.2016.

13. Statista, Anzahl der Studierenden in Bachelor- und Masterstudiengängen sowie in übrigen Studiengängen von Wintersemester 1999/2000 bis 2014/2015, abgerufen am 03.03.2016.

Markieren Sie einen Freund der das lesen muss mit @Freund

Das könnte Sie auch interessieren

FERNSTUDIUM | Abschlüsse, Kosten, Überblick ILS vs. Euro FH
FERNSTUDIUM auf einen Blick | Mögliche Abschlüsse | Kosten | Übersicht der Fernhochschulen |...
Zum Artikel
Duales Studium | Übersicht Hochschulen & Arbeitgeber
DUALES STUDIUM auf einen Blick | Beliebte Studiengänge | Übersicht der dualen Hochschulen |...
Zum Artikel
Bachelor of Laws (LL. B.) – Infos u. Studiengänge
Das Bachelor of Laws (LL. B.) Studium beim Finanzamt u. Deutsche Rentenversicherung, sowie Wirtschaftsrecht...
Zum Artikel
Bachelor of Engineering (B. Eng.) – Dauer, Studium, Infos
Bachelor of Engineering (B. Eng.) Studium, Dauer, Infos. Die Studiengänge Elektrotechnik , Mechatronik und...
Zum Artikel