Studiengebühren absetzen

So holst du deine Studiengebühren zurück!

Rund 50 Prozent der deutschen Schüler erwerben jedes Jahr das Abitur. Viele von ihnen entscheiden sich gegen eine Berufsausbildung und für ein Studium. Hier entstehen zahlreiche Kosten – an vorderster Stelle stehen dabei die Studiengebühren. Was nur die wenigsten Studierenden wissen: Sie dürfen in vielen Fällen Studiengebühren absetzen, d.h. sich ein Teil des Geldes über die die Steuererklärung als Student wiederholen. Dies ist tatsächlich viel einfacher als die meisten denken und lohnt sich finanziell sehr!

Häufig gestellte Fragen zum Thema Studiengebühren absetzen

Wann kann man Studiengebühren absetzen?Studiengebühren lassen sich sowohl im Erst- wie auch im Zweistudium absetzen - allerdings auf unterschiedliche Weise.
Wie viel Studiengebühren kann man absetzen?Im Erststudium dürfen maximal 6.000 Euro pro Jahr abgesetzt werden. Im Zweitstudium lassen sich alle Aufwendungen für die universitäre Ausbildung im vollen Umfang als Studiengebühren absetzen.
Wer kann Studiengebühren absetzen?Studiengebühren kann prinzipiell jeder einkommensteuerpflichtige Studierende sowie Absolvent absetzen.
Wie lassen sich Studiengebühren absetzen?Studiengebühren lassen sich im Erststudium als Sonderausgaben absetzen. Im Zweistudium werden sie als Werbungskosten geltend gemacht.
Was fällt unter die Studiengebühren? Als abzugsfähige Studiengebühren werden alle Ausgaben anerkannt, die für die Hochschulausbildung unverzichtbar sind.

Studiengebühren absetzen, darauf kommt es an!

Wenn du deine Studiengebühren absetzen möchtest, kommt es auf folgende Faktoren grundsätzlich an. Zu allen Punkten findest du in unserem Beitrag eine ausführliche Erklärung, damit du deine Studiengebühren erfolgreich absetzen kannst:

  • Sonderausgaben vs. Werbungskosten = Um was handelt es sich bei den angefallen Kosten?
  • Erst- oder Zweitstudium = Die Kosten aus der Erstausbildung gelten als Sonderausgaben, das Zweitstudium als Werbungskosten.
  • Grundfreibetrag? Steuerpflicht? = Wenn du Einkommen über dem Grundfreibetrag erzielt hast, bist du steuerpflichtig und kannst Studiengebühren absetzen!

Informiere dich hier zu den einzelnen Themen und schau inwieweit sie auf deine persönliche Situation zu treffen, anschließend kannst du beispielsweise eine Steuererklärung für Studenten machen und deine Studiengebühren absetzen.

Studiengebühren absetzen: Diese Ausgaben kannst du dir wiederholen!

Studiengebühren als solche sind in Deutschland weitgehend ausgestorben. Jedes Bundesland darf die entsprechenden Regelungen aber nach eigenem Gutdünken treffen, weshalb sie hier nicht vereinheitlicht dargestellt werden können. Bestehen sie jedoch, kannst du Studiengebühren absetzen.

Hinzu kommen einige weitere Ausgaben, die Studierende regelmäßig bezahlen müssen. Diese werden inzwischen im Volksmund als Studiengebühren bezeichnet. Vereinfacht gesagt handelt es sich um alle Ausgaben, die im Rahmen der Hochschulausbildung unvermeidbar sind. Du kannst auch diese „Studiengebühren“ absetzen.

Konkret handelt es sich um:

  • Zinsen für Ausbildungsdarlehen
  • Kosten für studienbedingte Sprachkurse
  • Fahrkosten für Recherchefahrten
  • Fahrten zu Lerngruppen
  •  Semesterbeiträge
  •  Fahrkosten
  •  Prüfungsgebühren
  •  Aufwendungen für Arbeitsmaterialien

Um deine Studiengebühren absetzen zu können, brauchst du oftmals Nachweise über die entstandenen Kosten. Je genauer du da bist, desto du besser für dich. Wenn du keine Quittungen oder Belege mehr hast, gibt es auch die Möglichkeit diese Studiengebühren abzusetzen und eine Pauschale für die jeweilige Ausgabe zu erhalten.

Werbungskosten aus deinem Zweitstudium (auch ein Bachelor nach einer Ausbildung) kannst du erfolgreich als Studiengebühren absetzen, in deiner Steuererklärung als Student!

Wer kann Studiengebühren absetzen? 

Prinzipiell kannst du Studiengebühren absetzen, wenn du einkommensteuerpflichtig bist und mehr als den Grundfreibetrag verdienst. Der Grundfreibetrag ist die Grenze, bis zu der du jährlich steuerfrei verdienen darfst. Im Jahr 2019 liegt dieser Wert beispielsweise bei 9.168 Euro. Das ist besonders für Studierende Interessant, die als Werkstudent arbeiten.

Diese Studierende können ihre Studiengebühren absetzen:

Erststudium

  • ohne vorherige Ausbildung
  • im Bachelor
  • Sonderausgaben möglich

Beginnst du nach dem Abitur ganz klassisch dein Bachelor Studium, kannst du deine Studiengebühren absetzen, diese jedoch nicht immer vollständig. Dir werden Sonderausgaben von bis zu 6.000 Euro jährlich erstattet. Sie werden als Sonderausgaben bezeichnet und so in der Steuererklärung vermerkt.

Bachelor Studium

  • nach vorheriger Ausbildung
  • Ausbildung muss abgeschlossen sein
  • Werbungskosten möglich

Hast du nach deiner beruflichen Ausbildung bzw. Lehre entschieden noch ein Bachelor Studium zu absolvieren, hast du besonders Glück und kannst deine Studiengebühren absetzen. Das läuft dann unter Werbungskosten und du kannst viele „Verluste“ in der Steuererklärung als Student geltend machen.

Master Studium

  • nach Bachelor Studium
  • gilt als Zweitausbildung
  • Werbungskosten möglich

Ein Master Studium gilt als Zweitausbildung und wird steuerrechtlich begünstigt behandelt. Hast du also nach deinem Bachelor auch noch erfolgreich einen Master gemacht, kannst du deine Studiengebühren absetzen. Dies erfolgt im Sinne der Werbungskosten in der Steuererklärung.

Unterstützung beim Absetzen deiner Studiengebühren

Natürlich möchtest du bei deiner Steuererklärung so viel für dich herausholen wie möglich und dir das Maximum an Studiengebühren zurückholen. Als Student wirkt eine Steuererklärung auf dich aber wahrscheinlich alles andere als einfach.

Aber keine Sorge, du musst kein Steuerexperte sein, um deine Steuererklärung zu machen. Du kannst ganz einfach ein Online-Tool verwenden, dass dich dann Schritt-für-Schritt durch deine Steuererklärung leitet. So hast du schon nach 15 Minuten eine fertige Steuererklärung und musstest dich zudem nicht mit komplizierten Formulierungen herumärgern!

Studiengebühren absetzen: Erstausbildung oder Zweitausbildung?

Ob du dich in der Erstausbildung oder Zweitausbildung befindest macht sehr viel aus, wenn du deine Studiengebühren absetzen willst. Wenn du eine Berufsausbildung gemacht hast und dann Studieren gehst, befindest du dich im Zweitstudium bzw. Zweitausbildung. Du kannst also Studiengebühren absetzen, indem du sie als Werbungskosten angibst.

Wenn du deinen Bachelor gemacht hast und jetzt im Master bist, wird dieser Studiengang ebenfalls als Zweitstudium bzw. Zweitausbildung gewertet. Schließlich besitzt du mit dem Bachelor-Zeugnis ein erstes Abschlusszeugnis einer Hochschule.

Studiengebühren absetzen Erststudium Zweitstudium
Als Hinweis: Lehrgänge, Praktika oder vergleichbare Fortbildungstätigkeiten zählen nicht als Berufsausbildung. Sie sind nicht von Bedeutung, wenn du Studiengebühren absetzen willst.

Studiengebühren absetzen: Werbungskosten & Verlustvortrag

Befindest du dich in einer Zweitausbildung und möchtest deine Studiengebühren absetzen ist das mit den Werbungskosten kein Problem. Denn durch sie kannst du nicht nur die Studiengebühren absetzen, sondern auch z. B. Arbeitsmaterial.

Zusätzlich ist der Verlustvortrag möglich. Vereinfacht gesagt funktioniert das Ganze so: Durch dein Zweitstudium hattest du Ausgaben, die allerdings später zu Einnahmen führen. Schließlich befähigt dich die Hochschul-Ausbildung dazu, einen gut bezahlten Job anzunehmen. Du gibst deshalb jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung ab und führst hier deine Studiumsaufwendungen als Werbungskosten an. Du erklärst einen Verlust, weil (vermutlich) keine Einnahmen gegen die Ausgaben stehen.

Verdienst du nach deinem Studium Geld, kommen diese Verluste zum Tragen. Sie reduzieren nachträglich deine Einkünfte. Entsprechend geringer fällt deine Steuerbelastung aus.

Vereinfacht: Im ersten Jahr im Job nach dem Zweitstudium darfst du dich auf eine Steuerrückzahlung freuen, weil du jetzt deine Studiengebühren absetzen kannst. Aufgrund der Regelungen, dass du Werbungskosten vier Jahre rückwirkend geltend machen kannst, ist auch der Verlustvortrag für dieses Fenster möglich.

Studiengebühren absetzen: Werbungskosten vs. Sonderausgaben

Um deine Studiengebühren absetzen zu können, musst du den grundlegenden Unterschied zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben verstehen. Diese Tabelle könnte dir dabei helfen:

Studiengebühren absetzen durch: ErststudiumZweitstudiumEntlastung
SonderausgabenJa greift im Erststudium. Ist es dein erstes Studium, das du jedoch nach einer Ausbildung begonnen hast, kannst du jedoch Werbungskosten dafür beantragen. Beantragung möglich. bis zu 6.000 Euro im Jahr
WerbungskostenNicht möglich, außer es ist dein erstes Studium nach einer Ausbildung.Werbungskosten können abgesetzt werden. Höhe abhängig von den jeweiligen Ausgaben, aber hier kannst du deutlich mehr Studiengebühren absetzen!

Fristen beim Studiengebühren absetzen

Die Fristen für das Studiengebühren absetzen sind relativ einfach im Kopf zu behalten. Im Erststudium muss immer alles direkt in der Steuererklärung als Student angegeben werden, in der die Kosten angefallen sind. Ein rückwirkendes Studiengebühren absetzen ist lediglich für Kosten von Auslandsaufenthalten möglich.

Im Zweistudium hast du bist du zu vier Jahre Zeit, in denen du rückwirkend deine Studiengebühren absetzen kannst. Als Beispiel: Deine Aufwendungen aus dem Jahr 2018 kannst du auch noch 2021 rückwirkend als Werbungskosten angeben. Für die Kosten von Auslandsaufenthalten funktioniert es identisch.

Fristen:

  • Erststudium im selben Jahr
  • Erststudium nach vorheriger Ausbildung bis zu 7 Jahre
  • Zweitstudium (Master) bis zu 7 Jahre

Studiengebühren absetzen: So in der Einkommensteuererklärung angeben!

Wenn du dich im Erststudium befindest, kannst du die Studiengebühren absetzen, indem du sie als Sonderausgaben angibst. Dies bedeutet, sie werden deiner privaten Lebensführung zugerechnet. Maximal kannst du pro Jahr 6.000 Euro als Sonderausgaben geltend machen. Besser sieht es aus, wenn du dich im Zweitstudium befindest. In diesem Fall werden die Aufwendungen für dein Studium als Werbungskosten geltend gemacht. In diesem Fall sind alle Kosten vollabzugsfähig, d.h. du kannst alles als Studiengebühren absetzen.

Auslandsstudiengebühren in Deutschland absetzen

Grundsätzlich ist es entscheidend, dass im Ausland erbrachte Studienleistungen in Deutschland anerkannt werden. Sie müssen laut § 20 HRG (Hochschulrahmengesetz) gleichwertig sein. Ist dies der Fall, lassen sich alle Kosten, die durch einen studienbedingten Auslandsaufenthalt anfallen, als Studiengebühren absetzen.

Dies gilt ausdrücklich auch im Erststudium. Die Belege für die entsprechenden Aufwendungen sollen deshalb gut abgelegt werden, weil sie sich für einen Verlustvortrag eignen.

Neben den Studiengebühren können folgende Kosten abgesetzt werden:

Reisekosten

Aufwendungen für die Unterbringung

Verpflegungskosten (allerdings nur nach bestimmten Pauschalbeträgen)

Bewerbungskosten um das Auslandsstudium

Studienkredit, um den Auslandsaufenthalt zu bezahlen

Sonstige für das Studium notwendige Ausgaben (beispielsweise Kosten für Tutorien, Bücher, Kopien, Miete für die Zweitwohnung, etc.)

Deutlich schlechter sieht es aus, wenn deine Prüfungsleistungen nicht als gleichwertig anerkannt werden. Dann kannst du bedauerlicherweise keine der Ausgaben als Studiengebühren absetzen. In der Regel musst du dir darüber allerdings keine Gedanken machen: Wenn du beispielsweise an einer staatlichen Hochschule innerhalb der EU studierst, muss deine Ausbildung anerkannt werden. Du kannst alle Kosten als Studiengebühren absetzen.

Fazit: Studiengebühren absetzen durch die Steuererklärung

Die Steuererklärung als Student abzugeben lohnt sich immer auch wenn du nicht zwangsläufig deine Studiengebühren absetzen kannst. Der Versuch ist es jedoch wert, besonders weil sich die gesetzliche Lage jederzeit ändern kann. Auch wenn du nicht die Studiengebühren absetzen kannst, könntest du ggf. andere Kosten zurückerstattet bekommen.

Bist du im Zweitstudium, solltest du unbedingt die Steuererklärung abgeben. Schließlich kannst du Studiengebühren absetzen. In einem solchen Fall solltest du auch darüber nachdenken, dir professionelle Unterstützung für die Steuererklärung zu suchen. Wie du anhand der obigen Ausführungen gemerkt hast, ist das deutsche Steuerrecht ziemlich kompliziert. Allerdings bietet es Studierenden im Zweitstudium große Chancen beim Studiengebühren absetzen. Mit der passenden Unterstützung kannst du diese kinderleicht und erfolgreich wahrnehmen.

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