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Eidesstattliche Erklärung & Versicherung | Vorlagen & Muster

Eidesstattliche Erklärung bzw. Versicherung in Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation

Prolog zur Eidesstattlichen Erklärung bzw. Versicherung

Die Wissenschaftlichkeit einer Arbeit bemisst sich vor allem daran, dass auf Sekundärquellen zurückgegriffen wurde und das Gedankengut anderer sorgfältig behandelt und also solches ausgewiesen wurde. Also kurz: Es wurde Sorge zur Vermeidung eines Plagiats getragen. Außerdem ist es üblich, dies in einer offiziellen Erklärung an die wissenschaftliche Arbeit anzuhängen, sei es nun bei der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder nur bei einer einfachen Hausarbeit.

Rein juristisch gibt es Unterschiede zwischen dem Begriff „Eidesstattliche Erklärung & Versicherung“ und „Ehrenwörtliche- bzw. Selbstständigkeitserklärung“, welche es zu beachten gilt. Im Folgenden wird der Inhalt einer solchen Erklärung erläutert und auch mit Mustern & Vorlagen für eidesstattliche Erklärungen illustriert.

Auch nützlich: Stilmittel für einen gehobenen Ausdruck

Muster und Vorlagen für die Eidesstattlichen Erklärung & Versicherung

Vorlage einer Eidesstattliche Erklärung/Versicherung

„Ich erkläre, dass ich die vorliegende Bachelorarbeit selbst verfasst und dazu keine anderen als die angeführten Behelfe verwendet, die Autorenschaft eines Textes nicht angemaßt und wissenschaftliche Texte oder Daten nicht unbefugt verwertet habe. Außerdem habe ich die Reinschrift der Bachelorarbeit einer Korrektur unterzogen und ein Belegexemplar verwahrt. Ferner gebe ich meine Einwilligung zur Veröffentlichung in der Universitätsbibliothek und online als Volltext.“ (adaptiert von Samac, Prenner & Schwetz 2014: 76)

Muster einer Eidesstattliche Versicherung + Erlaubnis zur Plagiatsprüfung

An vielen Universitäten wird verlangt, dass die Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht nur in gedruckter und gehefteter Form, sondern auch als Datei (meist Word/*.odt und/oder PDF). Dies dient zur Prüfung der Arbeit durch eine Plagiatssoftware. Daher kann auch in der Erklärung gefordert sein, diese Prüfung zu erlauben:

„Ich versichere, dass ich die vorstehende Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe angefertigt und mich anderer als der in den beigefügten Verzeichnissen angegebenen Hilfsmittel nicht bedient habe. Alle Textstellen, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht. Alle Quellen, die dem World Wide Web entnommen oder in einer digitalen Form verwendet wurden, sind der Arbeit beigefügt. Der Durchführung einer elektronischen Plagiatsprüfung stimme ich hiermit zu. Die eingereichte elektronische Fassung der Arbeit entspricht der eingereichten schriftlichen Fassung exakt. Die Arbeit wurde bisher keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und auch nicht veröffentlicht. Ich bin mir bewusst, dass eine unwahre Erklärung rechtliche Folgen haben kann.“ (adaptiert von Bänsch & Alewell 2013: 96)

Vorlage einer Eidesstattliche Erklärung + kein Ghostwriter als Unterstützung

„Bei der Auswahl und Auswertung des Materials sowie bei der Herstellung der Manuskriptes habe ich die Unterstützungsleistungen von folgenden Personen erhalten:

Weitere Personen waren an der geistigen Leistung der vorliegenden Arbeit nicht beteiligt. Insbesondere habe ich nicht die Hilfe eines Promotionsberaters in Anspruch genommen. Dritte haben von mir weder unmittelbar noch mittelbar Geld oder geldwerte Leistungen für Arbeiten erhalten, die im Zusammenhang mit dem Inhalt der vorgelegten Dissertation stehen […].“ (adaptiert von Theisen 2013: 240)

Muster einer Ehrenwörtliche Erklärung bzw. Versicherung einer Bachelorarbeit

Beispiel-Ehrenwörtliche-Erklärung-einer-Bachelorarbeit

(adaptiert von Krämer 2009: 55)

Unterschied Eidesstattliche Erklärung vs. Ehrenwörtliche Erklärung

Aus juristischer Sicht gibt es einen Unterschied zwischen den Begriffen „Eidesstattliche Erklärung/Versicherung“ und „Ehrenwörtliche Erklärung/Selbstständigkeitserklärung“. Die eidesstattliche Erklärung steht an Eides statt und stellt konkreten Bezug zu den § 156, 158 & 161 Strafgesetzbuch (StGB) her; die Selbstständigkeitserklärung tut dies nicht (vgl. Theisen 2013: 239), daher auch ehrenwörtliche Erklärung (d. h. ich gebe dir mein Ehrenwort). Ein Verstoß gegen eine eidesstattliche Erklärung kann rechtliche Folgen wie die Verweigerung des Abschlusses oder den Entzug des Titels haben, denn hier handelt es sich um eine verbindliche Zusicherung und keine reine Formsache (vgl. 2013: 241)!

Der Ehrenkodex der Wissenschaft – die Eidesstattliche Erklärung & Versicherung

Bei der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit, wie die Bachelorarbeit, Dissertation oder Hausarbeit, ist es Ehrensache, dass diese selbstständig verfasst wird und alles, was aus Sekundärquellen zitiert wurde, auch kenntlich gemacht wird. Somit ist garantiert, dass man die eigene Leistung erkennen kann: das Verknüpfen der Belege/Untersuchungsergebnisse/Theorien der Sekundärquellen z. B. mit eigenen Forschungsergebnissen bei empirischen Arbeiten.

Dies ist auch eine Voraussetzung dafür, einen wissenschaftlichen Grad zu erlangen, worüber die Prüfungsbehörde entscheidet. Allerdings kann dies „nur dann in valider Form geschehen, wenn sichergestellt ist, dass Sie Ihre Arbeit ‚spielregelrecht‘ angefertigt haben“ und „um dies zu gewährleisten, haben Sie am Ende Ihrer Arbeit eine entsprechende Eidesstattliche Erklärung abzugeben“ (Stickel-Wolf & Wolf 2013: 263).

Wichtig: Jede Hochschule hat eigene Vorlagen/Vorschriften, was den genauen Wortlaut der Erklärung bzw. Versicherung anbelangt, also sollten Sie in jedem Fall den Text verwenden, der an Ihrer Universität/Fachhochschule vorgeschrieben ist (vgl. Samac, Prenner & Schwetz 2014: 76). Diese Texte finden sich in den Prüfungsordnungen, welche für Ihren Studiengang zulässig sind (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 128).

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Der Dokumentstatus der eidesstattlichen Versicherung & Erklärung

Eine eidesstattliche Erklärung ist ein offizielles Dokument und wird für gewöhnlich auf eine Extraseite am Ende der Arbeit eingefügt: Somit ist sie „das letzte beschriebene Blatt einer Arbeit […] wird im Inhaltsverzeichnis nicht aufgeführt und erhält weder eine Seiten- noch eine Klassifizierungsnummer (Gliederungsnummer)“ (Rossig & Prätsch 2005: 119). Also ähnlich wie der Sperrvermerk ist die eidesstattliche Erklärung nicht Teil der eigentlichen Arbeit, sondern bescheinigt, dass diese rechtmäßig verfasst wurde.

Sie kann auch Teil des Deckblatts sein, allerdings ist es üblicher, dass sie als letzte Seite der Arbeit angeheftet wird.

Eidesstattliche-Erklärung-bzw.-Versicherung-einer-Masterarbeit

(adaptiert von Karmasin & Ribing 2006: 55)

!Wichtig!: Eine eidesstattliche Erklärung/Versicherung muss unbedingt ein Datum und eine Unterschrift enthalten (vgl. Oertner, St. John & Thelen 2014: 32). Zu beachten ist, dass die Unterschrift handschriftlich sein muss, neben dem Nachnamen gehört auch der Vorname dazu – und zwar ausgeschrieben (vgl. Krämer 2009: 55).

Zu beachten: Die eidesstattliche Erklärung/Versicherung muss immer handschriftlich unterschrieben sein, also wird jedes eingereichte Exemplar handschriftlich unterschrieben; wird eine Arbeit nur in digitaler Form eingereicht, muss die Erklärung in ausgedruckter Form gesondert eingereicht werden (vgl. Theisen 2013: 239).

Die eidesstattliche Versicherung & Erklärung: Was versichert bzw. was erklärt sie?

Die eidesstattliche Erklärung umfasst vor allem zwei Punkte: zum einen, dass die Arbeit selbstständig verfasst wurde und nur die zitierten Quellen herangezogen wurden, zum anderen, „dass die Arbeit bisher noch nicht veröffentlicht oder einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt wurde“ (Brauner & Vollmer 2004: 128). Verschiedene Universitäten mögen sicher unterschiedliche Vorlagen und Muster für eidesstattliche Erklärungen haben, doch dies ändert nichts an dem Kern der Sache.

Des Weiteren kann die eidesstattliche Erklärung/Versicherung auch eine Erlaubnis zur Veröffentlichung enthalten, wie dies bei der Hausarbeit, Bachelorarbeit und Masterarbeit oft üblich ist. Es kann auch der Hinweis, dass die Arbeit Korrektur gelesen wurde, miteinbezogen werden.

Tipp: Inwiefern es nötig und sinnvoll ist zu erwähnen, dass Internetquellen als solche kenntlich gemacht werden, muss mit der Universität abgeklärt werden bzw. ergibt sich aus der Art der Arbeit. Für gewöhnlich werden jedoch auch Internetquellen sowie Quellen in digitaler Form in die Quellenangaben am Ende der Arbeit mit einbezogen und die Zitation unterliegt den Regeln des Zitierens/des verwendeten Zitationsstils.

„Ghostwriting“ in der Wissenschaft: Weshalb wir unbedingt „Ghostbusters“ brauchen

In jüngster Zeit sind vermehrt Fälle von wissenschaftlichem „Ghostwriting“ publik geworden, sprich, jemand hat eine längere wissenschaftliche Arbeit verfasst, aber ein anderer hat dafür „die Lorbeeren eingeheimst“ (vgl. Theisen 2013: 241). Dies widerspricht allen Gepflogenheiten des wissenschaftlichen Arbeitens, da Eigenständigkeit hier an erster Stelle steht. Wir brauchen keine „Ghostwriter“, sondern müssen das wissenschaftliche Niveau aufrechterhalten (weswegen wir also eher „Ghostbusters“ brauchen). Dieser Umstand kann in der eidesstattlichen Erklärung berücksichtigt werden. Hier ein Muster für einen Paragrafen, der eingefügt werden kann, um deutlich zu machen, dass kein „Ghostwriter“, hier „Promotionsberater“, im Einsatz war.

Wichtig: Eine eidesstattliche Erklärung bzw. Versicherung wird vor allem für größere Abschlussarbeiten wie Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen gefordert. Rossig & Prätsch merken an, dass sie „bei Arbeiten auf einer ‚niedrigeren‘ akademischen Stufe wie Hausarbeiten […] (noch) nicht üblich ist“ (2005: 119). Im Gegensatz dazu sind Bänsch & Alewell der Auffassung, dass sie im Normalfall an alle Studienarbeiten angehängt werden muss (vgl. 2013: 95). Um sicherzugehen, ob die Erklärung für eine Hausarbeit benötigt wird, sollte man auf jeden Fall mit dem Dozenten sprechen und/oder die Prüfungsordnung konsultieren.

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Fazit

  • Durch die eidesstattliche Erklärung bürgt der Verfasser der wissenschaftlichen Arbeit dafür, diese selbstständig, ohne fremde Hilfe und nur unter Verwendung der angegebenen Quellen geschrieben zu haben.
  • Fremdes Gedankengut wurde immer kenntlich gemacht/es wurde nicht plagiiert.
  • Die eidesstattliche Erklärung ist ein offizielles Dokument, welches handschriftlich unterschrieben als letzte Seite der Arbeit eingefügt wird, ohne Teil des Inhaltsverzeichnisses zu sein.
  • Der Wortlaut sollte der Prüfungsordnung der jeweiligen Universität entnommen werden, da dieser von Universität zu Universität verschieden sein kann.
  • Sie kann auch die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Arbeit sowie zur Prüfung durch eine Plagiatssoftware enthalten.
  • Vor allem bei größeren Arbeiten wie der Bachelorarbeit, Masterarbeit und Dissertation wird eine eidesstattliche Erklärung verlangt, hier kann auch ein Paragraf gefordert werden, der bewusst die Hilfe eines „Ghostwriters/Promotionsberaters“ verneint.
  • Die eidesstattliche Erklärung ist rechtlich verbindlich und nimmt Bezug auf das Strafgesetzbuch, das heißt, ein Verstoß kann strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.
  • Die ehrenwörtliche Erklärung bzw. Selbstständigkeitserklärung bezieht sich nicht auf das Strafgesetzbuch und ist reine Formsache.

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Quellennachweise

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Brauner, Detlef Jürgen & Hans-Ulrich Vollmer. 2004. Erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten – Seminararbeit Diplomarbeit Doktorarbeit. Sternenfels: Verlag Wissenschaft und Praxis.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Krämer, Walter. 2009. Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? 3. Aufl. Frankfurt: Campus.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Rossig, Wolfram E. & Joachim Prätsch. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus, Monika Prenner & Herbert Schwetz. 2009. Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

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