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BACHELORARBEIT THEMA FINDEN | Leitfaden & Datenbank

Thema finden für Bachelorarbeit oder Masterarbeit

Prolog zum Thema finden

Die quälende Frage, die jeden beschäftigt, dessen Abschlussarbeit, wie die Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit, näher rückt ist:

Worüber soll ich schreiben? Natürlich geht die Klärung dieser Frage allen anderen grundlegenden Prozessen voraus, die folgen: dem eigentlichen Schreibprozess sowie dem gezielten Gliedern der Arbeit, der Literaturauswahl und der Entscheidung, ob eine eigene Datenerhebung sinnvoll ist oder nicht.

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Ein geeignetes Thema zu finden, das dem Anspruch genügt, neue Erkenntnisse zu bringen, ist keine Entscheidung, die man über Nacht oder an einem Tag trifft. Vielmehr müssen Vorüberlegungen getroffen werden, mit dem Betreuer muss Absprache gehalten werden, denn die Themenwahl ist in gewisser Hinsicht auch die Betreuerwahl, da das Thema im Rahmen seiner Expertise liegen sollte, damit er/sie das Projekt auch gut betreuen kann.

Wie es beim wissenschaftlichen Arbeiten üblich ist, muss vor allem auch bei der Themenwahl sehr sorgfältig gearbeitet werden. Letztlich ist die Themenwahl ausschlaggebend für das Endergebnis beziehungsweise die Qualität der Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Ist das Thema schlecht gewählt, dann wird sich das auch negativ auf die Arbeit niederschlagen.

Es folgen wichtige Aspekte zur Themenwahl, die es zu beachten gilt. Zu bedenken ist auch, dass selbst bei einer Pflichtkür ein eigenes Grundinteresse und Ambitionen vorhanden sein müssen; aber wie kann man dies in die Themenwahl miteinfließen lassen?

Auch nützlich: Sprachliche Mittel für wissenschaftliche Arbeiten

Beispiele und Tipps zur Themenfindung der Bachelorarbeit

Kriterien zur Eingrenzung des Themas mit Beispielen

Thema finden Bachelorarbeit-Kriterien zu der Eingrenzung

 

(adaptiert von Kornmeier 2013: 51)

Beispiel für Themeneingrenzungen in einer theoretischen Arbeit

Themeneingrenzungen in theoretischer Arbeit

 

(adaptiert von Kruse 2007: 124)

Beispiel für Themeneingrenzungen: Wie aus einem ungeeigneten Thema ein geeignetes Thema werden kann

Wie aus einem ungeeigneten Thema ein geeignetes Thema werden kann

(adaptiert von Kruse 2010: 78)

Beispiel für Themeneingrenzung in einer empirischen Arbeit

Hier muss berücksichtigt werden, was untersucht werden kann, wie man einen empirischen Zugang findet (vgl. Kruse 2007: 125-26)

Beispiel für Themeneingrenzung in einer empirischen Arbeit

(adaptiert von Kruse 2007: 125)

Tipps zur Formulierung des Titels der Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit

  • Der Titel sollte problemorientiert formuliert sein und nicht nur ein Funktionsfeld von Unternehmen nennen (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 112).
  • Keinen Absolutheitsanspruch vermitteln, „Mit Formulierungen wie ‚das einzige/beste/neueste Konzept, Mittel oder Ähnliches‘ tut man sich keinen Gefallen“ (vgl. Walter 2010: 13).
  • Der Titel sollte nicht vage, sondern klar formuliert sein, also anstelle von „Das niederdeutsche Fachwerk“ ist „Konstruktions- und Schmuckformen niederdeutschen Fachwerks im 18. Jahrhundert am Beispiel der Städte Hildesheim und Osnabrück“ vorzuziehen (vgl. Krämer 2009: 20).
  • Untertitel ergänzen den Titel und konkretisieren die Problemstellung (vgl. Brauner & Vollmer 2004: 72), dadurch wirkt der Titel „aufgelockert“ und nicht ellenlang (vorausgesetzt, der Untertitel ist prägnant formuliert); z. B. Humor in der Werbung – eine vergleichende Untersuchung der Fernsehwerbung in Deutschland und den USA (vgl. Krämer 2009: 20).
  • Sollte nicht als Vermutung, Meinung oder Tendenzaussage formuliert sein. „‚Die Nutzlosigkeit von …‘, ‚Die Zweckfreiheit von …‘, ‚Der Mangel an …‘ usw., legt die Arbeit von vornherein einseitig auf eine bestimmte Richtung fest“ (Winter 2005: 13).
  • Der Titel sollte nicht die Gliederung vorwegnehmen eine Gliederung in einem Satz sein, da das unbeholfen wirkt, z. B. „Empowerment als Führungskultur – Begriff, Grundidee, Nutzen, Umsetzungsinstrumente, Erfahrungen und Grenzen“ (Winter 2005: 13).
  • Das Thema ist keine Miniaturinhaltsangabe (siehe Anekdote Elefantenwitz), es soll Aufschluss geben, was behandelt wird, und eventuell noch wie, aber nie Auskunft über erzielte Ergebnisse geben (vgl. Winter 2005: 14).
Wichtig: Was Konkretisierungen und Eingrenzungen des Themas anbelangt, gibt es vereinzelt auch (wenige!) Ausnahmen, wie beispielsweise „Mobbing am Arbeitsplatz“, was recht vage klingt, aber eine Einschränkung wie „Mobbing bei der Deutschen Telekom AG“ würde doch recht künstlich wirken (vgl. Krämer 2009: 20).

Themenfindung: die Suche nach der Nadel im Heuhaufen bei der Bachelorarbeit?

Auch die Themenfindung für die Bachelorarbeit kommt nicht ohne Vorarbeit aus, denn natürlich muss man sich versichern, ob ein mögliches Thema schon in dieser Form bearbeitet wurde. Es wurden Kurse in der Hauptstudienrichtung belegt und die in den Seminaren behandelten Themen können ein erster Anhaltspunkt sein, um eigene Interessen abzustecken. Außerdem ist das Lesen der Fachliteratur zu einem gewählten Themenfeld ein wichtiger Schritt, dem am besten ein Brainstorming/eine Ideensammlung vorausgehen sollte, damit sich die Literatursuche gezielter gestaltet (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 35).

Um sich einen Überblick über die Literatur zu einem Themenkomplex zu verschaffen, sollte man „Literaturlisten, Handapparate, Lehrbücher, Kommentare und Literaturverzeichnisse in themenspezifischer Literatur“ (Theisen 2013: 60) nutzen. So nimmt die Suche nach einem Thema langsam Gestalt an, denn gerade Literaturlisten (z. B. von Material, das im Seminar verwendet wurde, oder Buchempfehlungen des Dozenten) bergen einen Schatz an weiterführender Literatur.

Tipp: Ein guter Ausgangspunkt der Recherche bietet die Schlagwortsuche nach Monografien, die zu einem Thema vorhanden sind. Außerdem kann man die Regale inspizieren, denn Bibliotheken sind nach Sachgebieten sortiert (vgl. Kruse 2007: 122). Daher genügt es oft herauszufinden, in welchem Regal sich Literatur zu Ihrem Thema befindet, und sich dann dort umzusehen – „vor Ort“ sozusagen, nicht nur per Suchmaschine.

Vorsicht! Internetquellen wie Wikipedia sind schwer einschätzbare Quellen, was deren Qualität betrifft, auch ist Wikipedia keine zitierfähige Quelle! Auch wenn die Internetrecherche schneller und praktischer erscheint: Das Material, welches Sie in der Bibliothek finden, ist in jeden Fall verwertbar und somit sparen Sie auch keine Zeit, wenn sich das im Internet gefundene Material als nicht brauchbar erweist (vgl. Kruse 2007: 122).

Unbedingt zu beachten: In der Themenfindungsphase geht es noch nicht darum, sich bis ins kleinste Detail in ein Thema einzulesen. Oftmals wird das Thema noch zusammen mit dem Betreuer diskutiert/verändert. Zunächst ist es nur wichtig, eine gute Idee zu haben, gebildet auf der Lektüre von Überblicks- und Einführungsartikeln, das heißt, zunächst muss man sich einen guten Überblick verschaffen (vgl. Kruse 2010: 78). Zunächst sucht man also den Heuhaufen, später dann die Nadel (Eingrenzung des Themas, Formulierung der Forschungsfrage).

Datenbank aktueller Themen

Wenn Sie kein eigenes Thema formulieren möchten und das Schreiben der Bachelorarbeit & Masterarbeit lieber in einem Unternehmen vorziehen, so können Sie aus einer Vielzahl an ausgeschriebenen Unternehemensthemen wählen. Große Unternehmen haben meist hohen Bedarf an Bacheloranden bzw. Masteranden, da neue Themen erforschen und im Anschluss eventuell umsetzen.

BachelorPrint empfiehlt die Themen-Datenbank von die-bachelorarbeit.de & die-masterarbeit.de,  in der aktuelle Themen mit zugehöriger Firma und Vergütung aufgeführt werden!

ZUR THEMEN-DATENBANK

Checkliste zum Finden eines Themas der Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit

Bei der eigenen Themenwahl für die Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit gibt es einiges zu bedenken. Die folgende Checkliste zeigt diese Vorüberlegungen auf und soll dabei helfen, „Ideen zur Idee (Thema)“ zu bekommen.

  • Auf jeden Fall sollte man sich ein Thema suchen, welches den eigenen Interessen entspricht, um eine positive Einstellung zum Thema zu haben; als Inspiration können natürlich Lehrveranstaltungen dienen oder auch Praxiskontakte (vgl. Bänsch & Alewell 2013: 45).
  • Das Thema soll Bezug zu einem Fach aus dem Fächerkatalog Ihres Studiengangs haben (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 109); schließlich soll dies Ihr Studium abschließen.
  • Es muss aktuell sein, aber trotzdem sollte ausreichend Sekundärliteratur zur Verfügung stehen (vgl. Kornmeier 2013: 48), schließlich braucht man eine Grundlage an Material, um neue Zusammenhänge zu schaffen und auch z. B. um bestehende Theorien in der Praxis zu testen usw.
  • Modethemen sollten vermieden werden, denn eine wissenschaftliche Arbeit bemisst sich nicht daran, wie „hip“ etwas gerade ist (vgl. Kruse 2007: 118).
  • Es muss ein prüfungsberechtigter Betreuer gefunden werden, der bereit ist, die Arbeit mit diesem Thema zu betreuen (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 109). Dieser sollte die Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Hausarbeit auch wohlwollend lesen, daher muss beachtet werden, was der jeweilige Dozent lehrt und was sein Fachgebiet ist. Kaum ein Dozent wird gerne etwas beurteilen und betreuen wollen, das nicht seinem Fachgebiet entspricht.
  • Das gewählte Thema sollte den Einstieg in das Berufsleben verbessern/fördern, das heißt, es bietet sich an, ein Forschungsgebiet zu wählen, welches für Ihre spätere Tätigkeit von Relevanz ist (vgl. Kornmeier 2013: 48-49).
  • Es muss ein Thema sein, welches so noch nicht bearbeitet wurde, denn in der Wissenschaft geht es darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen; für die Bachelorarbeit gilt aber auch, dass diese beurteilt wird und sich somit von anderen Arbeiten abgrenzen muss, damit ein eigener Leistungsbeitrag erkennbar ist (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 109).
Zu beachten: Manche Themen mögen bereits erschöpft erscheinen, aber es gilt zu bedenken, dass „es heute fast undenkbar [ist], zu irgendeinem Thema noch eine Tabula rasa vorfinden zu können“ (Andermann, Drees & Grätz 2006: 32). Deshalb gilt es herauszufinden, aus welcher Perspektive und auf welche Art ein Thema noch nicht analysiert wurde, damit man „die Lücke in der Literatur“ mit der eigenen Arbeit schließen kann.

Aller Anfang beim Thema finden ist schwer …

Da komm [sic!] jemand zu mir und sagt: „Ich würde gerne über den Einfluss von Regressverfahren in der kassenärztlichen Versorgung auf das Verschreibungsverhalten niedergelassener Ärzte schreiben.“ Ich sage: „Toll. Machen Sie mal.“ Und nach drei Wochen stellt sich heraus, dass sich nichts herausstellt, weil nämlich die kassenärztlichen Vereinigungen einen Teufel tun, ihre Strategien bei Regressverfahren aufzudecken (Krämer 2009: 17).

Gerade bei der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Hausarbeit ist es gefordert, ein eigenes Thema zu finden und zu erarbeiten. Die Entscheidung für ein Thema ist weder leichtfertig zu treffen noch etwas, das man schnell innerhalb eines Tages beschließt. Während für Hausarbeiten und Seminararbeiten Themen meist vorgegeben werden oder sich aus den im Seminar behandelten Inhalten ergeben (vgl. Karmasin & Ribing 2014: 20), wird bei der Bachelorarbeit und der Masterarbeit in den meisten Fällen verlangt, dass Themen selbstständig erarbeitet und erschlossen werden, da viele Lehrstühle davon absehen, diese vorzuschreiben (vgl. Stickel-Wolf & Wolf 2013: 108).

Tipp: Auch wenn es einfacher erscheint, ein zugeteiltes Thema zu bearbeiten (in Massenfächern kann es vorkommen, dass Themen „ausgewürfelt“ werden und keine Wahlmöglichkeit besteht, à la „Friss oder stirb“ (vgl. Krämer 2009: 16), ist hier die Gefahr größer, ein Thema zu bekommen, welches nicht den eigenen Interessen entspricht und daher schwer zu bearbeiten ist. Schließlich muss man sich damit eine ganze Weile auseinandersetzen, was nicht zur Qual werden sollte. Gerade deshalb ist die eigene Themenwahl nicht der einfache Weg, aber der bessere und Erfolg versprechendere.
Zu beachten: Inwiefern eine selbstständige Themenwahl verlangt wird bzw. möglich ist, hängt auch von dem jeweiligen Studienfach ab: In den Geistes- und Sozialwissenschaften wird eine selbstständige Themenwahl definitiv als Teil der Qualifikation gefordert. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften ist es für Neulinge schwer, die neuere Forschung zu kennen, und daher werden häufig Themen vorgegeben, die in ein vorhandenes Projekt miteingebunden werden können (vgl. Kruse 2007: 117-18).

Warum man kleinere Brötchen backen muss: Thema eingrenzen

Die wahrscheinlich größte Schwierigkeit bei der Themenfindung und Formulierung ist, dieses so weit einzugrenzen, damit es im Rahmen des Möglichen liegt, eine gute Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu schreiben. Generell sind die Themen zuerst zu weit gefasst:

Ein größenwahnsinniges Huhn hatte den Entschluss gefasst, eine Abhandlung zu schreiben. „Worüber?“, fragten seine Mithühner. „Über alles“, antwortete das größenwahnsinnige Huhn. Seine Mithühner zeigten sich skeptisch und gaben ihm zu bedenken, alles sei vielleicht doch ein bisschen zu viel. Das größenwahnsinnige Huhn korrigierte daraufhin sein Vorhaben und sagte, es werde eine Abhandlung über fast alles schreiben (Luigi Malerba zitiert in Oertner, St. John & Thelen 2014: 73).

Schließlich muss ein Thema zu bewältigen sein, denn ansonsten ist es in der vorgesehenen Zeit und dem vorgeschriebenen Seitenumfang nicht zu bearbeiten (vgl. Rossig & Prätsch 2005: 35). So merkt auch Krämer an: „Klar, es klingt gut zu sagen: ‚Ich schreibe über die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts‘“; dies ist in einer einzigen Abschlussarbeit aber niemals zu schaffen, „besser wäre ‚Der Arbeiter als Held und Opfer bei Bertolt Brecht‘“ (2009: 18). Nur durch Eingrenzen des Themas besteht hier eine Chance, das Thema ausreichend zu erfassen und zu bearbeiten.

Das Thema fungiert als Arbeitstitel: „Die Bachelorarbeit sollte dem Anspruch, den sie durch den Arbeitstitel vorgibt, durch die nachfolgende Bearbeitung auch gerecht werden“ (Samac, Prenner & Schwetz 2014: 52). Daher muss die verfasste Arbeit auch die Ansprüche erfüllen, die das Thema in dem Leser weckt.

Wichtig: Bei der Themenfindung der Bachelorarbeit oder Masterarbeit sollte man auf keinen Fall dem Vollständigkeitswahn verfallen. Es wird niemals möglich sein, über „alles“ zu schreiben und jedes kleine Detail miteinzubringen; das wird auch gar nicht erwartet! Ganz im Gegenteil: Versucht man dies, läuft man Gefahr, eine unzusammenhängende Arbeit abzuliefern, die von dem Übermaß an Aspekten und Details zerrissen wird. Die Kunst besteht tatsächlich darin, einen sehr klaren, eng gefassten Fokus zu finden.

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Lektorat Bachelorarbeit

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Das Kind muss doch einen Namen haben: das Thema als Titel

Zur Veranschaulichung zunächst ein Akademikerwitz als Anekdote:

Prof. Grzimek, ein bekannter Tierarzt und Tierfilmer, teilt seiner Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern mit, dass er für das Forschungsgebiet „Elefant“ Sonderforschungsgelder bekommen habe, und bittet sie, Themen zu formulieren, die bearbeitbar sind und sicherstellen, dass das Geld sinnvoll verwendet wird.

Nach Ablauf einer Frist von 4 Wochen werden ihm folgende Themen präsentiert: Der Engländer hält den sportiven Aspekt für sinnvoll und schlägt How to shoot an elephant vor, der Franzose hält die psychologische Einstellung des Forschungsobjekts für sinnvoller, L’Elephant et l’amour, während der Amerikaner die kommerzielle Perspektive einnimmt, How to make more money with an elephant. Der Deutsche ist nicht anwesend und braucht weitere 14 Tage für den Themenvorschlag:

Der Elefant als multigeografischer Großraumsäuger in seiner Funktion als agrarinfrastruktureller Optionengenerierer vor dem Hintergrund umweltpolitischer Radikalisierungstendenzen und unter besonderer Berücksichtigung neokolonialer Verwertungsstrategien

Um jeglichen Zweifel auszuräumen, fügt er noch den Untertitel hinzu:

– Versuch einer post-darwinistisch-biosozialtheoretischen Schemarevision als Beitrag zur ethnomethodologischen Randgruppenanalyse –

(vgl. Winter 2005: 11-12)

Genauso beeindruckend wie abschreckend wirft obiger Themenvorschlag nur eine Frage bei dem potenziellen Leser/dem Betreuer auf: Was ist der Kernaspekt der Arbeit, wozu lese ich sie? Die Formulierung des Titels sollte nämlich genau das klarstellen. In dem Beispiel wird wohl den wenigsten klar sein, was das eigentliche Thema ist. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht? Dies sollte auf keinen Fall Ihr Motto bei der Formulierung des Titels Ihrer Arbeit sein.

Fazit

  • Das Finden eines geeigneten Themas für die Bachelorarbeit und Masterarbeit ist der erste Schritt des Schreibens einer Abschlussarbeit und entscheidet über die Qualität der Arbeit.
  • Das Thema muss bearbeitbar sein, sowohl was das Zeit- als auch das Seitenlimit angeht, und sollte in dieser Form noch nicht bearbeitet worden sein, um neue Ergebnisse liefern zu können.
  • Auch wenn es als Hürde gesehen wird, ein eigenes Thema zu finden, bietet dies die Möglichkeit, die Themenfindung von eigenen Interessen leiten zu lassen; das Ergebnis ist oftmals auch besser (das Interesse bei der Bearbeitung kann man zwischen den Zeilen lesen, genauso wie das Widerstreben, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen …).
  • Es muss ein prüfungsberechtigter Dozent gefunden werden, der das Thema betreuen möchte, vorzugsweise in dessen Fachgebiet.
  • Es sollte genügend Sekundärliteratur zur Bearbeitung des Themas existieren: diese hilft auch bei der Themenfindung, indem man sich einen Überblick über ein Thema durch das Lesen der einschlägigen Literatur verschafft.
  • Das Thema ist der Arbeitstitel der Bachelorarbeit und Masterarbeit und muss eingegrenzt werden, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten; der Versuch, zu viele Aspekte miteinzubringen, lässt eine Arbeit ohne klaren Fokus entstehen: definitiv zu vermeiden!
  • Das Thema der Bachelorarbeit und der Masterarbeit darf nicht vage formuliert sein oder Ergebnisse vorwegnehmen, noch soll es eine Miniaturinhaltsangabe sein oder Vermutungen und Meinungen beinhalten.
  • Untertitel können helfen, das Thema zu konkretisieren.

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Quellennachweise

Andermann, Ulrich, Martin Drees & Frank Götz. 2006. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten? 3. Aufl. Mannheim: Dudenverlag.

Bänsch, Axel & Dorothea Alewell. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten. 11. Aufl. München: Oldenbourg Verlag.

Brauner, Detlef Jürgen & Hans-Ulrich Vollmer. 2004. Erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten – Seminararbeit Diplomarbeit Doktorarbeit. Sternenfels: Verlag Wissenschaft und Praxis.

Karmasin, Matthias & Rainer Ribing. 2014. Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 8. Aufl. Wien: Facultas.

Krämer, Walter. 2009. Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? 3. Aufl. Frankfurt: Campus.

Kornmeier, Martin. 2013. Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht – für Bachelor, Master und Dissertation. 6. Aufl. Bern: Haupt.

Kruse, Otto. 2007. Keine Angst vor dem leeren Blatt – Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12.Aufl. Frankfurt: Campus.

Kruse, Otto. 2010. Lesen und Schreiben – Der richtige Umgang mit Texten im Studium. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014. Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

Rossig, Wolfram E. & Joachim Prätsch. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten. 5. Aufl. Weyhe: PRINT-TEC.

Samac, Klaus, Monika Prenner & Herbert Schwetz. 2014. Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas.

Stickel-Wolf, Christine & Joachim Wolf. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl. Wiesbaden: Springer Gabler.

Theisen, Manuel René. 2013. Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit. München: Franz Vahlen.

Winter, Wolfgang. 2005. Wissenschaftliche Arbeiten schreiben. 2. Aufl. Frankfurt: Redline Wirtschaft.

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